Der Beitrag „Thomas von Aquin Lehrer der Gegenwart?“ stellt Leben, Werk und bleibende Bedeutung des mittelalterlichen Theologen Thomas von Aquin vor. Im Mittelpunkt stehen seine berühmte Summe der Theologie, die von ihm entwickelte scholastische Methode sowie sein Bemühen, Glaube und Vernunft miteinander zu verbinden. Der Beitrag erläutert den systematischen Aufbau seines theologischen Denkens, seine Form des logischen Argumentierens und seine Auseinandersetzung mit philosophischen Traditionen, insbesondere mit Aristoteles und Platon. Darüber hinaus wird gezeigt, weshalb zentrale Gedanken des Thomas von Aquin auch heute noch in theologischen, philosophischen und ethischen Debatten Bedeutung besitzen und wie aktuelle Erkenntnisse aus Naturwissenschaft, Psychologie und Genetik einzelne seiner Grundüberlegungen neu bewerten.
Thomas von Aquin, bedeutender Scholastiker und Theologe, prägte die kirchliche Lehre nachhaltig. Geboren um 1225, trat er in den Dominikanerorden ein und studierte bei Albertus Magnus in Paris. Seine "Summe der Theologie" ist sein bekanntestes Werk, das strukturiert und systematisch theologische Fragen behandelt. Thomas’ scholastische Methode, die logisches Denken und Argumentieren schult, ist bis heute relevant. Er verband unterschiedliche philosophische Positionen, was seine Denkweise aktuell und bedeutend macht. Kritische Auseinandersetzungen mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigen, dass seine Grundideen, wie die Übertragung von Sündenfolgen, weiterhin relevant sind.