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Missio Magazin

Missio Magazin

Schöpfung bewahren

Veröffentlichung:1.4.2023

Diese Anregung enthält das Missiomagazin "Schöpfung bewahren" mit 52 Seiten.

Das missio Magazin 4 2023 steht unter dem Leitgedanken Schöpfung bewahren und widmet sich den globalen Herausforderungen des Umwelt und Klimaschutzes aus christlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Reportagen aus Kenia und Indien, die zeigen, wie wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltiges Handeln und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen miteinander verbunden werden können. Vorgestellt werden die Auswirkungen großer Infrastrukturprojekte in Kenia sowie Initiativen von Ordensgemeinschaften in Indien, die sich für Aufforstung, Umweltschutz und nachhaltige Landwirtschaft einsetzen. Ergänzt werden die Reportagen durch Interviews mit Eckart von Hirschhausen und dem Ozeanien Experten Jan Pingel, die die Folgen des Klimawandels und die Verantwortung der Menschheit für die Bewahrung der Schöpfung erläutern. Weitere Beiträge greifen Themen wie nachhaltige Mobilität in Afrika, Klimagerechtigkeit, Frauenförderung und weltkirchliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf. Das Magazin verdeutlicht, dass christlicher Glaube untrennbar mit Verantwortung für Mensch, Umwelt und die gesamte Schöpfung verbunden ist.

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Das Medium eignet sich hervorragend für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, da es zentrale Themen christlicher Schöpfungsverantwortung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen verbindet. Die eindrucksvollen Fotografien können als Bildimpulse genutzt werden, um erste Beobachtungen zu sammeln und Fragen nach dem Verhältnis von Mensch, Natur und Verantwortung zu entwickeln. Die Reportagen ermöglichen biografisches und problemorientiertes Lernen und fördern die Fähigkeit, ökologische, wirtschaftliche und ethische Fragestellungen miteinander zu verknüpfen. Die Lernenden können arbeitsteilig untersuchen, welche Folgen Klimawandel, Umweltzerstörung und wirtschaftliche Interessen für Menschen in unterschiedlichen Regionen der Welt haben und welche Lösungsansätze kirchliche Organisationen entwickeln. Das Interview mit Eckart von Hirschhausen bietet eine fundierte Grundlage für Gespräche über Gesundheit, Nachhaltigkeit und die Verantwortung künftiger Generationen. Die Aussagen von Jan Pingel eröffnen eine globale Perspektive auf Klimagerechtigkeit, Meeresschutz und die Lebensbedingungen der Menschen im Pazifik. Darüber hinaus lassen sich zahlreiche Bezüge zur Enzyklika Laudato si, zu biblischen Schöpfungstexten sowie zu ethischen Fragestellungen der christlichen Soziallehre herstellen. Das Magazin eignet sich für Gruppenpuzzle, Debatten, Projektarbeit, Präsentationen oder digitale Rechercheaufträge und ermöglicht fächerübergreifendes Arbeiten mit Geographie, Politik, Biologie und Ethik. Gleichzeitig regt es die Lernenden dazu an, eigenes nachhaltiges Handeln kritisch zu reflektieren und konkrete Möglichkeiten für den Schutz der Schöpfung im Alltag zu entwickeln.

Das Titelbild sowie die Fotostrecken zum Senegal (S. 6 bis 7) eignen sich hervorragend als motivierender Einstieg in die Unterrichtseinheit. Die Lernenden beschreiben zunächst die Fotografien des Lac Retba und entwickeln Vermutungen über die Ursachen der Veränderungen des Sees. Anschließend analysieren sie die Auswirkungen des Klimawandels auf Menschen und Ökosysteme und diskutieren die christliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung.

Das Interview mit Jan Pingel über den Pazifik und den Meeresschutz (S. 8 bis 9) eröffnet einen globalen Zugang zu den Themen Klimawandel, Tiefseebergbau, Überfischung und Klimagerechtigkeit. Die Lernenden analysieren die Folgen menschlichen Handelns für das Ökosystem Meer und setzen sich mit der Frage auseinander, welche Verantwortung Industriestaaten für besonders betroffene Regionen tragen. Das Interview eignet sich für Debatten oder die Arbeit mit Pro und Contra Argumenten.

Die Rubrik „Facetten International“ (S. 10 bis 11) greift verschiedene Beispiele nachhaltiger Entwicklung auf. Die Beiträge über Elektromobilität in Afrika, den Zusammenhang von Klimawandel und bewaffneten Konflikten sowie die stärkere Beteiligung Afrikas an den G20 eignen sich für arbeitsteilige Gruppenarbeiten. Die Lernenden recherchieren Hintergründe, präsentieren ihre Ergebnisse und entwickeln ein Verständnis für globale Zusammenhänge zwischen Umwelt, Politik und Gerechtigkeit.

Das Interview mit Eckart von Hirschhausen (S. 12 bis 13) verbindet Gesundheitsfragen mit Schöpfungsverantwortung. Die Lernenden analysieren seine Aussagen zur Klimakrise, diskutieren die Rolle von Kirchen und Religionen beim Umwelt und Klimaschutz und setzen sich mit der Frage auseinander, wie christlicher Glaube zu nachhaltigem Handeln motivieren kann. Dabei können Bezüge zur Enzyklika Laudato si sowie zu biblischen Schöpfungstexten hergestellt werden.

Die Reportage „Zweifelhafte Großprojekte“ über Kenia (S. 14 bis 21) bildet den Schwerpunkt des Magazins. Die Lernenden untersuchen den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Infrastruktur, Verschuldung und Klimaschutz. Sie analysieren Chancen und Risiken großer Bauprojekte, setzen sich mit erneuerbaren Energien auseinander und diskutieren die Frage, wie nachhaltige Entwicklung gelingen kann. Die Reportage eignet sich für Gruppenpuzzle, Rollenspiele oder Podiumsdiskussionen über wirtschaftliche und ökologische Verantwortung.

Der Blickwechsel über Nachhaltigkeit bei missio (S. 22 bis 23) zeigt, wie nachhaltiges Handeln im eigenen Umfeld umgesetzt werden kann. Die Lernenden untersuchen konkrete Maßnahmen eines kirchlichen Hilfswerks und entwickeln eigene Ideen, wie Schule, Kirchengemeinde oder Familie nachhaltiger handeln können. Dadurch werden Handlungskompetenz und Urteilsfähigkeit gefördert.

Die Satire von Vince Ebert (S. 24 bis 25) eröffnet einen ungewöhnlichen Zugang zum Thema Klimaschutz. Die Lernenden analysieren sprachliche Mittel der Satire, reflektieren unterschiedliche Positionen in der gesellschaftlichen Debatte und diskutieren die Chancen und Grenzen humorvoller Kritik.

Die Rubrik „Momente der Stille“ (S. 26) kann als spiritueller Einstieg oder Abschluss einer Unterrichtsstunde genutzt werden. Die Lernenden formulieren eigene Gebete, Meditationen oder Hoffnungstexte zur Bewahrung der Schöpfung und bringen ihre persönliche Verantwortung zum Ausdruck.

Der Beitrag über Fridays for Future in Afrika und Asien (S. 28 bis 29) regt zur Auseinandersetzung mit internationalem Klimaengagement an. Die Lernenden vergleichen Klimabewegungen in unterschiedlichen Weltregionen, analysieren deren Ziele und entwickeln eigene Ideen für nachhaltiges Handeln in ihrem Lebensumfeld.

Die Reportage „Pflanzen gegen die Profitgier“ aus Indien (S. 30 bis 37) zeigt, wie Ordensgemeinschaften durch Aufforstung, nachhaltige Landwirtschaft und Umweltbildung dem Raubbau an der Natur entgegenwirken. Die Lernenden untersuchen die Verbindung von Glaube, Schöpfungsverantwortung und sozialem Engagement und entwickeln Projekte zum Umwelt und Naturschutz an ihrer Schule oder in ihrer Gemeinde.

Der Beitrag zur missio Frauenförderung (S. 38 bis 39) stellt Schwester Nirmalini Nazareth und ihr Engagement für Frauenrechte und Bildung in Indien vor. Die Lernenden reflektieren die Bedeutung von Bildung, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Teilhabe und setzen sich mit der Rolle von Frauen in Kirche und Gesellschaft auseinander.

Die Rubrik „missio für Menschen“ (S. 40 bis 41) informiert über aktuelle Hilfsprojekte und Bildungsangebote. Die Lernenden analysieren die Arbeitsweise kirchlicher Hilfswerke und entwickeln Möglichkeiten, selbst Verantwortung für globale Solidarität zu übernehmen.

Die Rubrik „Sehen Hören Erleben“ (S. 44 bis 45) bietet Literatur, Medien und Kulturtipps. Diese können für Referate, Buchvorstellungen oder weiterführende Recherchen genutzt werden und fördern selbstständiges Lernen sowie Medienkompetenz.

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