Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in den Themenfeldern Frieden, Gerechtigkeit, Weltkirche, interreligiöser Dialog, Menschenrechte, Flucht, Entwicklung, Schöpfungsverantwortung und christliches Handeln eingesetzt werden. Die authentischen Reportagen und Interviews ermöglichen den Lernenden einen Perspektivwechsel und fördern ein vertieftes Verständnis globaler Zusammenhänge. Gleichzeitig wird deutlich, welche Bedeutung Kirche und Religionsgemeinschaften für Friedensprozesse, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt besitzen.
Ein motivierender Einstieg kann über das Titelbild oder ausgewählte Fotografien erfolgen. Die Lernenden beschreiben ihre Eindrücke und formulieren Vermutungen über die Lebenssituationen der dargestellten Menschen. Anschließend vergleichen sie ihre Beobachtungen mit den Reportagen des Magazins. Für die Erarbeitungsphase bietet sich ein Gruppenpuzzle an, bei dem einzelne Gruppen unterschiedliche Schwerpunkte bearbeiten, beispielsweise die Friedensmission in Mali, die Bildungsarbeit im Niger, die Aufnahme von Geflüchteten in Burkina Faso, den christlich muslimischen Dialog im Senegal oder die Ursachen von Terrorismus und Flucht in der Sahelregion. Die Ergebnisse können in Form von Präsentationen, digitalen Pinnwänden oder Expertengesprächen zusammengeführt werden.
Besonders gewinnbringend ist die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Rolle Religion sowohl bei der Entstehung als auch bei der Überwindung von Konflikten spielen kann. Die Interviews mit Wissenschaftlern und kirchlichen Verantwortungsträgern bieten hierfür fundierte Impulse und ermöglichen eine differenzierte Urteilsbildung. Ebenso eignet sich das Medium für Diskussionen über die Verantwortung Europas, internationale Entwicklungszusammenarbeit, Migration sowie nachhaltige Friedensförderung. Die Lernenden können eigene Handlungsmöglichkeiten entwickeln und diese mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen sowie biblischen Friedensvorstellungen und dem christlichen Auftrag zur Nächstenliebe in Beziehung setzen. Methodisch eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten wie Bildanalyse, Debatte, Rollenspiel, Stationenlernen, Projektarbeit, Podcast, Interview oder Portfolioarbeit. Das Medium fördert Empathie, globale Perspektiven, interkulturelles Lernen sowie die Fähigkeit, gesellschaftliche Herausforderungen aus christlicher Sicht zu reflektieren.
Titelbild "Mali Wann bringt ihr uns den Frieden?" und "Niger Klein anfangen für eine bessere Zukunft"
Material: Titelbild mit drei Schülerinnen aus Mali und den beiden Schwerpunktreportagen.
Unterricht: Die Lernenden beschreiben das Titelbild, formulieren Vermutungen über die Lebensbedingungen der Mädchen und entwickeln Leitfragen zu Frieden, Bildung und Zukunft. Anschließend vergleichen sie ihre Erwartungen mit den Reportagen des Heftes.
Blickfang "Willkommenskultur"
Material: Fotoreportage über eine Familie in Burkina Faso, die Geflüchtete nach einem Terroranschlag aufnimmt.
Unterricht: Die Lernenden analysieren Bild und Text und setzen sich mit christlicher Nächstenliebe, Gastfreundschaft und Solidarität auseinander. Anschließend vergleichen sie die dargestellte Hilfsbereitschaft mit biblischen Beispielen der Aufnahme Fremder und diskutieren die Bedeutung von Flucht und Aufnahmebereitschaft heute.
Interview mit Matthias Basedau
Material: Hintergrundgespräch über Terrorismus, Friedensprozesse, Religion und Entwicklung in der Sahelregion.
Unterricht: Die Lernenden erarbeiten Ursachen von Gewalt und Terrorismus sowie Möglichkeiten nachhaltiger Friedensarbeit. Sie erstellen Schaubilder zu den Zusammenhängen von Armut, Bildung, Religion und Sicherheit und diskutieren die Rolle religiöser Gemeinschaften als Friedensstifter.
Interview mit Bischof Stefan Oster
Material: Gespräch über Kirche in Zeiten der Corona Pandemie, Weltkirche und Solidarität mit Westafrika.
Unterricht: Die Lernenden reflektieren die Aufgaben der Kirche in Krisenzeiten und untersuchen, wie christliche Gemeinschaft unter schwierigen Bedingungen gelebt werden kann. Dabei vergleichen sie Erfahrungen während der Pandemie mit der Situation in Westafrika.
Facetten International
Material: Beitrag über das Unabhängigkeitsreferendum auf Bougainville in Papua Neuguinea.
Unterricht: Die Lernenden untersuchen Selbstbestimmung, Frieden und Versöhnung nach Bürgerkriegen. Sie vergleichen historische Konflikte mit aktuellen Unabhängigkeitsbewegungen und diskutieren Voraussetzungen für friedliche Konfliktlösungen.
Aktion Furchtlos
Material: Porträt der Missionsbenediktinerin Mary John Mananzan von den Philippinen und ihres Einsatzes für Menschenrechte und Demokratie.
Unterricht: Die Lernenden analysieren Formen gewaltfreien Widerstands und vergleichen das Engagement der Ordensfrau mit biblischen Prophetinnen und Propheten oder mit Persönlichkeiten wie Dietrich Bonhoeffer und Óscar Romero. Anschließend entwickeln sie Beispiele für Zivilcourage im eigenen Alltag.
Reportage "Wann bringt ihr uns den Frieden?"
Material: Umfangreiche Reportage über die Friedensmission der Vereinten Nationen und der Bundeswehr in Mali, die Situation der Bevölkerung sowie die Arbeit der katholischen Kirche.
Unterricht: Die Lernenden analysieren Ursachen und Folgen bewaffneter Konflikte, untersuchen unterschiedliche Vorstellungen von Frieden und vergleichen militärische Friedenssicherung mit zivilen Ansätzen der Versöhnung. Die zahlreichen Fotografien ermöglichen Bildanalysen und Perspektivwechsel. In Gruppen können verschiedene Akteure wie Bundeswehr, Vereinte Nationen, Kirche oder Zivilbevölkerung vorgestellt werden.
Blickwechsel "Zwei Anker im Hafen des Friedens"
Material: Begegnung zwischen einem katholischen Bischof und einem muslimischen Imam im Senegal.
Unterricht: Die Lernenden untersuchen gelingenden interreligiösen Dialog und entwickeln Kriterien für friedliches Zusammenleben verschiedener Religionen. Rollenspiele oder Dialogübungen fördern Perspektivübernahme und Dialogkompetenz.
Reportage "Klein anfangen für eine bessere Zukunft"
Material: Reportage über Bildung, Mädchenförderung und Entwicklungsprojekte im Niger.
Unterricht: Die Lernenden setzen sich mit Kinderrechten, Bildungsgerechtigkeit und der Rolle von Frauen auseinander. Sie analysieren, wie Bildung Armut überwinden kann, und entwickeln eigene Projektideen für mehr Bildungsgerechtigkeit weltweit.
Im Vordergrund
Material: Interview mit Entwicklungsminister Gerd Müller über Frieden, Stabilität und die Verantwortung Europas für Afrika.
Unterricht: Die Lernenden diskutieren internationale Verantwortung, Entwicklungszusammenarbeit und globale Gerechtigkeit. In einer Debatte bewerten sie unterschiedliche Möglichkeiten internationaler Hilfe.
Weltmissionsmonat
Material: Informationen zum Monat der Weltmission und zu den Gästen aus Westafrika.
Unterricht: Die Lernenden setzen sich mit dem heutigen Missionsverständnis auseinander und planen beispielsweise einen schulischen Aktionstag oder eine Informationskampagne zu Weltkirche und globaler Solidarität.
Missio Handyaktion
Material: Informationen über das Recycling alter Mobiltelefone und den verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen.
Unterricht: Die Lernenden recherchieren globale Lieferketten von Smartphones und entwickeln Ideen für nachhaltigen Konsum oder organisieren eine Sammelaktion für Altgeräte an der Schule.