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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Eine Ethik: Freiheit

Veröffentlichung:4.11.2021

Das Video stellt das sogenannte „Älteste Systemprogramm des Deutschen Idealismus“ vor, einen kurzen, aber einflussreichen Text aus dem Umfeld von Hegel, Schelling und Hölderlin. Ausgehend von Kants Philosophie wird gezeigt, wie die jungen Denker des Deutschen Idealismus nach einer umfassenden Verbindung von Freiheit, Ethik, Schönheit, Vernunft, Kunst und Religion suchten. Im Mittelpunkt stehen die Idee des Menschen als freies Wesen, die Kritik am Staat als bloßer Maschine, die Bedeutung der Schönheit als vereinigendes Prinzip sowie die Forderung nach einer „Mythologie der Vernunft“, in der Philosophie, Kunst und Religion zusammenfinden. Das Video verdeutlicht, wie diese Denker versuchten, die Aufklärung weiterzuführen und zugleich die Grenzen einer rein rationalen Weltsicht zu überwinden.

Das Älteste Systemprogramm des Deutschen Idealismus ist wie eine Perle, archäologischer Fund und Bestandsaufnahme des Denkens der genialen Frühidealisten in statu nascendi.

Hegel, Hölderlin und Schelling wirkten bei der Abfassung zusammen. Franz Rosenzweig, der spätere große jüdische Religionsphilosoph, entdeckte das Fragment und publizierte es 1917.

Neben Kant sind es Spinozas ‚Ethica‘ und der platonische Ansatz der lebendigen, das Sein grundlegenden Idee, die hier zusammenwirken: zu einem großen Entwurf, in dem die ästhetische Idee, die Idee des Schönen also, als jene Idee exponiert wird, in der die anderen Ideen vereinigt sein können. Dem Mechanismus wird der lebendige dynamische Geist entgegengehalten. Der Staat, mechanistisch angelegt sowohl im Absolutismus als auch in den Zwangsformen des Tugendterrors der Revolution, „soll aufhören“, fordern die jungen Wilden. Überraschend, dass Hegel später zum großen Staatsdenker wurde.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Anknüpfungspunkte zur Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Vernunft, Freiheit, Religion und Ästhetik. Es eignet sich besonders für die gymnasiale Oberstufe in den Themenfeldern Anthropologie, Religionsphilosophie, Ethik sowie Glaube und Vernunft. Lernende können zunächst zentrale Aussagen des Deutschen Idealismus herausarbeiten und mit Positionen Kants vergleichen. Die Vorstellung des Menschen als freies Wesen eröffnet Diskussionen über Verantwortung, Selbstbestimmung und Menschenwürde. Besonders ergiebig ist die Frage, weshalb Schönheit und Kunst für die jungen Idealisten eine so zentrale Rolle spielen und welche Bedeutung ästhetische Erfahrungen für religiöse Bildung besitzen. Darüber hinaus kann die im Video dargestellte Verbindung von Philosophie, Kunst und Religion anhand konkreter Kunstwerke, literarischer Texte oder religiöser Symbole untersucht werden. Die Kritik am Staat als Maschine ermöglicht zudem politische und ethische Reflexionen über Freiheit, Gemeinschaft und gesellschaftliche Ordnung. Methodisch bieten sich Textarbeit, philosophische Gespräche, Gruppenarbeiten zu den Schlüsselbegriffen Freiheit, Schönheit und Religion, die Analyse von Kunstwerken der Romantik sowie Debatten über die Rolle von Religion in einer vernunftorientierten Gesellschaft an. Das Video fördert die Fähigkeit, komplexe philosophische und religiöse Denkansätze zu erschließen und ihre Bedeutung für gegenwärtige Fragen nach Sinn, Freiheit und menschlicher Identität zu reflektieren.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

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Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 2. Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit – eine Herausforderung an die Christen.

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