Das Älteste Systemprogramm des Deutschen Idealismus ist wie eine Perle, archäologischer Fund und Bestandsaufnahme des Denkens der genialen Frühidealisten in statu nascendi.
Hegel, Hölderlin und Schelling wirkten bei der Abfassung zusammen. Franz Rosenzweig, der spätere große jüdische Religionsphilosoph, entdeckte das Fragment und publizierte es 1917.
Neben Kant sind es Spinozas ‚Ethica‘ und der platonische Ansatz der lebendigen, das Sein grundlegenden Idee, die hier zusammenwirken: zu einem großen Entwurf, in dem die ästhetische Idee, die Idee des Schönen also, als jene Idee exponiert wird, in der die anderen Ideen vereinigt sein können. Dem Mechanismus wird der lebendige dynamische Geist entgegengehalten. Der Staat, mechanistisch angelegt sowohl im Absolutismus als auch in den Zwangsformen des Tugendterrors der Revolution, „soll aufhören“, fordern die jungen Wilden. Überraschend, dass Hegel später zum großen Staatsdenker wurde.