Schelling hatte sich zunächst emphatisch Fichtes Ich als Prinzip angeschlossen. Doch zunehmend entdeckte er die andere Seite: Das Nicht-Ich, das nicht einfach Objekt ist, sondern lebendige, sinnliche Natur. Schelling nähert sich von Kants Teleologie der Urteilskraft und Platons ‚Timaios‘ her, über den er schon als Siebzehnjähriger einen Kommentar geschrieben hatte, der Natur als Kehrseite der Ichphilosophie, die gerade nicht der Dreh- und Angelpunkt sein kann, zu dem Fichte sie erklärt. Um diese Achse kreist der Briefwechsel mit Fichte. Er zeigt Korrespondenzen und letztlich einen Gesprächsabbruch.