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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

...und dennoch Gott. Der janusköpfige Descartes

Veröffentlichung:15.2.2021

Das Video vertieft die Philosophie von René Descartes und zeigt, wie er nach seinem berühmten Grundsatz „Ich denke, also bin ich“ den Weg zurück zur Wirklichkeit und zur Erkenntnis der Welt sucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus der Gewissheit des denkenden Ichs zuverlässige Erkenntnis über die Außenwelt gewonnen werden kann. Der Referent erläutert die Bedeutung des ontologischen Gottesbeweises und zeigt, weshalb Descartes Gott als Garanten von Wahrheit und Wirklichkeit versteht. Zugleich wird deutlich, dass die neuzeitliche Philosophie trotz ihrer Konzentration auf das Subjekt keineswegs auf die Gottesfrage verzichtet. Vielmehr erscheint Gott als notwendiger Bezugspunkt für Gewissheit, Erkenntnis und Weltverständnis. Darüber hinaus werden die Folgen des neuzeitlichen Denkens für Naturwissenschaft, Politik, Ethik und Menschenbild thematisiert und die Verbindungslinien zu späteren Denkern wie Immanuel Kant aufgezeigt.

Das: ‚Ich denke‘ ist ein Fundament. Doch wie stabil ist die Gewissheit, die von ihm ausgeht? Descartes bleibt jedenfalls mit der überlieferten Metaphysik überzeugt, dass dieser endliche Absolutheitspunkt der Subjektivität nur Ausfluss des unendlichen Absolutheitspunkte ist. Deshalb bleibt der Gottesgedanke unhintergehbar. Mehr noch: er schließt gerade an das „Unum argumetum“, den ontologischen Gottesbeweis von Anselm von Canterbury an, nicht zum Schein und nicht aus Furcht vor der Zensur, sondern aus philosophischer Überzeugung. Faszinierend ist Descartes gerade durch diese janusköpfige Orientierung seiner Philosophie.

Dazu gehört auch, dass er wusste, dass die Fragen der Moral, jedenfalls bis auf weiteres, nur provisorisch verstanden werden können.


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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Oberstufe in den Themenbereichen Glaube und Vernunft, Gottesbeweise, Religionsphilosophie, Neuzeit, Menschenbild und Erkenntnistheorie. Als Einstieg kann die Lehrkraft die Frage aufwerfen, ob Menschen absolute Gewissheit über die Wirklichkeit gewinnen können und welche Rolle Gott dabei spielt. Während der Rezeption können die Lernenden die Argumentationsschritte Descartes' in Form eines Schaubildes rekonstruieren und die Verbindung zwischen Ichgewissheit, Gottesbeweis und Welterkenntnis herausarbeiten. In einer arbeitsteiligen Gruppenarbeit können verschiedene Aspekte des Videos untersucht werden, etwa der ontologische Gottesbeweis, die Bedeutung des Subjekts, die Trennung von Subjekt und Objekt oder die Rolle Gottes als Wahrheitsgarant. Besonders gewinnbringend ist ein Vergleich mit heutigen Positionen, die versuchen, Welt und Mensch ohne Bezug auf Gott zu erklären. Ebenso kann diskutiert werden, ob ethische Orientierung allein aus Vernunft gewonnen werden kann oder ob sie auf weiterführende Grundlagen angewiesen bleibt. Das Medium eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, die Entstehung moderner Wissenschaft und die Entwicklung des neuzeitlichen Menschenbildes kritisch zu reflektieren. Es fördert die Fähigkeit, komplexe philosophische Argumentationen nachzuvollziehen und grundlegende Fragen nach Wahrheit, Wirklichkeit und Gotteserkenntnis eigenständig zu beurteilen.

Hessen

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Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.4 Dem Ganzen der Wirklichkeit begegnen – an Gott glauben.

Sekundarstufe II | Q2 Gott – verborgen und offenbar

Q2.3 Religionskritik – Bestreitung der Vernünftigkeit des Gottesglaubens.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/2 Der Mensch auf der Suche nach Gott

11.2 / 2. Gottesbestreitungen und Religionskritik.

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