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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

„Ich denke“ als Fundament: René Descartes

Veröffentlichung:8.2.2021

Das Video führt in die Philosophie der Neuzeit ein und stellt das Denken von René Descartes als entscheidenden Wendepunkt der europäischen Geistesgeschichte vor. Ausgangspunkt ist die Frage nach Gewissheit in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher, religiöser und wissenschaftlicher Umbrüche. Der Referent erläutert Descartes' Methode des radikalen Zweifels und zeigt, wie dieser zu seinem berühmten Grundsatz „Ich denke, also bin ich“ gelangt. Dabei werden die historischen Voraussetzungen im Spätmittelalter, die Bedeutung der Renaissance sowie die Entstehung eines neuen Verständnisses von Subjektivität und Erkenntnis dargestellt. Das Video macht deutlich, wie Descartes die Grundlage für modernes wissenschaftliches Denken legt, indem er zwischen denkendem Subjekt und äußerer Welt unterscheidet und nach einem unerschütterlichen Fundament menschlicher Erkenntnis sucht.

Bei René Descartes (1596-1652) meinte Hegel, endlich festen Boden nach langer Fahrt auf den offenen Meeren des Denkens erreicht zu haben. Descartes erhebt in einer von wissenschaftlichen Innovationen reichen und von den Erschütterungen der Konfessionskriege gezeichneten Zeit den Anspruch, einen festen Punkt zu gewinnen. Letztbegründung, der Anspruch, die Philosophie als Wissenschaft zu fundieren, wird eindrucksvoll in seiner Suche nach dem „fundamentum inconcussum“ dokumentiert. Wenn ich zweifle, kann ich an einem doch nicht zweifeln, an dem zweifelnden, also denkenden Ich. Trifft das zu? Ist es gar ein Syllogismus, wobei Friedrich Schillers Überlegung zu bedenken bleibt: „Ich war wirklich schon oft und habe gar nichts gedacht“?


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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für die Oberstufe in den Themenbereichen Glaube und Vernunft, Menschenbild, Erkenntnistheorie, Neuzeit, Wissenschaft und Religion sowie Philosophiegeschichte. Als Einstieg kann die Lehrkraft die Lernenden mit der Frage konfrontieren, woran sie niemals zweifeln würden und ob absolute Gewissheit überhaupt möglich ist. Während der Rezeption können die Lernenden die einzelnen Schritte des methodischen Zweifels nachvollziehen und die Argumentationsstruktur Descartes' visualisieren. Anschließend bietet sich eine Diskussion über die Bedeutung des Ichs für die moderne Welt an. Methodisch gewinnbringend ist ein Vergleich zwischen mittelalterlichen Gottesbeweisen und Descartes' Suche nach subjektiver Gewissheit. Ebenso können die Lernenden aktuelle Bezüge herstellen, etwa zu virtuellen Welten, künstlicher Intelligenz, digitalen Simulationen oder Fragen nach Wirklichkeit und Täuschung. Das Video ermöglicht zudem eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Glauben und Wissen sowie mit der Frage, ob Religion und Wissenschaft unterschiedliche oder gemeinsame Wege zur Wahrheit eröffnen. In philosophischen Gesprächen können die Lernenden reflektieren, welche Bedeutung Selbstbewusstsein, Identität und Vernunft für ihr eigenes Weltverständnis besitzen. Das Medium fördert analytisches Denken, Argumentationsfähigkeit und die Fähigkeit, grundlegende Fragen menschlicher Existenz mit historischen und gegenwärtigen Perspektiven zu verbinden.

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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