Das Video führt in die Metaphysik des Aristoteles ein und erläutert deren zentrale Fragestellungen und Grundbegriffe. Ausgehend von der Naturphilosophie entwickelt Aristoteles die Idee einer „ersten Wissenschaft“, die nach den letzten Gründen, Prinzipien und Ursachen der Wirklichkeit fragt. Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach dem Sein, nach den verschiedenen Bedeutungen des Seins sowie nach Gott als höchstem Prinzip der Wirklichkeit. Das Video zeigt, wie Aristoteles zwischen unterschiedlichen Formen des Seins unterscheidet und damit die Grundlagen der Ontologie legt. Darüber hinaus wird seine Vorstellung Gottes als denkendes Denken und als unbewegter Beweger vorgestellt. Die Metaphysik erscheint dabei als Versuch, die tiefsten Strukturen der Wirklichkeit zu erkennen und die Frage nach dem Ursprung und Ziel allen Seins philosophisch zu beantworten.
Die Grenzen der Erfahrung erfahren
Die ‚Erste Philosophie‘ oder Erste Wissenschaft fragt nach den Gründen, nach den allgemeinen Strukturen des Seins und zuletzt nach dem höchsten Seienden Gott. Sie fragt aus theoretischem Interesse nach dem, was das Innere der Welt zusammenhält. Metaphysik und Theologie sind daher bei Aristoteles eng ineinander verzahnt. Die metaphysischen Fragen sind – vielleicht, wie immerhin Kant meinte-, notwendige Fragen des endlichen Menschen. Ein „nachmetaphysisches Denken“ (Habermas) kann es daher nicht geben. Wohl aber ist „Solidarität mit der Metaphysik im Augenblick ihres Sturzes“ (Adorno) für ein humanes menschliches Leben unerlässlich.