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Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Der späte Platon: Klarheit im Abschiedslicht

Veröffentlichung:9.7.2020

Das Video führt in Platons philosophisches Spätwerk ein und zeigt, wie sich sein Denken im hohen Alter weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach Werden, Vergehen, Zeit, Natur und Kosmos. Während Platon in seinen früheren Werken vor allem die unveränderliche Welt der Ideen betont, richtet sich sein Interesse nun stärker auf die dynamische Wirklichkeit des Lebens. Anhand der Dialoge Philebos und Timaios wird erläutert, wie Vernunft und menschliche Bedürfnisse in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden können und wie ein gutes Leben entsteht. Darüber hinaus entfaltet das Video Platons Kosmologie, in der die Entstehung der Welt aus dem Chaos, die Rolle des göttlichen Schöpfers sowie die Verbindung von Geist und Materie thematisiert werden. Der Kosmos erscheint als geordnete und sinnvolle Wirklichkeit, die von Vernunft durchdrungen ist und zugleich die Bedingungen für menschliches Leben bereitstellt.

Philosophische Alterswerke sind mitunter von besonderer Prägnanz. Das Labyrinth lichtet sich. Sie holen ein, was bislang zweitrangig schien. Bei Platon ist dies die Frage nach dem Vergänglichen, nach Werden und Vergehen und nach der Natur. So entwickelt er (im ‚Philebos‘) die Frage nach dem aus Bedürfnis und Einsicht gemischten menschlichen Leben und (im ‚Timaios‘) den wahrscheinlichen Mythos der Entstehung der Welt, die eine Mischung ist aus Schönheit und Vergänglichkeit; Urbild der großen Kunst, Abbild des Kosmos.

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Das Video eignet sich in besonderer Weise für den Religionsunterricht der Oberstufe, da es zentrale Fragen nach Schöpfung, Weltentstehung, Natur, Ordnung und Sinn behandelt. Lernende können zunächst untersuchen, wie Platon das Verhältnis von Vernunft und Bedürfnissen beschreibt und welche Bedeutung dies für heutige Vorstellungen eines gelingenden Lebens besitzt. Hier bieten sich Vergleiche mit religiösen Tugendlehren, ethischen Konzepten und modernen Vorstellungen von Glück und Lebenskunst an. Der Dialog Philebos eröffnet Möglichkeiten zur Diskussion über Konsum, Selbstbestimmung, Maßhalten und die Frage nach den wirklich wichtigen Gütern des Lebens. Besonders gewinnbringend sind hier Wertediskussionen, Rangordnungen von Lebenszielen oder philosophische Gespräche über Glück und Erfüllung. Der zweite Schwerpunkt des Videos eignet sich für die Behandlung von Schöpfungsvorstellungen. Lernende können Platons Kosmologie mit den biblischen Schöpfungserzählungen vergleichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede herausarbeiten. Ebenso lassen sich aktuelle naturwissenschaftliche Modelle zur Entstehung des Universums einbeziehen und mit philosophischen und theologischen Deutungen ins Gespräch bringen. Methodisch bieten sich Gruppenarbeiten, Schaubilder, kreative Visualisierungen kosmologischer Modelle oder Debatten über das Verhältnis von Naturwissenschaft, Philosophie und Religion an. Das Medium fördert die Fähigkeit, unterschiedliche Weltdeutungen zu analysieren, ihre Voraussetzungen zu reflektieren und eigene Positionen zu entwickeln. Durch die Verbindung von Anthropologie, Ethik, Kosmologie und Theologie eröffnet das Video vielfältige Zugänge zu grundlegenden Sinnfragen menschlicher Existenz.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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