Das Video zeichnet die weitere Entwicklung der griechischen Philosophie nach und stellt zentrale Denker und Strömungen der Antike vor. Ausgehend von den Vorsokratikern wird erläutert, wie sich philosophisches Denken zunehmend von religiösen Deutungsmustern löste und zu einer eigenständigen Form rationaler Welterklärung entwickelte. Im Mittelpunkt stehen die Sophisten, die Wahrheit vor allem als Frage von Überzeugungskraft und sprachlicher Kompetenz verstanden, sowie Sokrates, der mit seiner beharrlichen Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Tugend die Philosophie grundlegend prägte. Dabei werden die sokratische Gesprächsführung, das berühmte Wissen um das Nichtwissen, der Prozess gegen Sokrates und sein Tod dargestellt. Abschließend wird die Bedeutung Platons als Schüler des Sokrates herausgearbeitet, der dessen Denken für die europäische Geistesgeschichte bewahrte und weiterentwickelte.
Sophisten waren Virtuosen des Argumentierens und zugleich des Verdrehens. Sie erschütterten die antike Götterfurcht und erklärten den Menschen zum „Maß aller Dinge“ (Protagoras). Weniger um Wahrheit als vielmehr um Meinungsmacht ging es ihnen. Aufklärer waren sie gegenüber anderen aber nicht gegenüber sich selbst. Sophistische Scheingefechte sind, wenn man genauer hinsieht, auch im heutigen Zeitgeist präsenter als man denkt.