RU-digitalRU-digital-logo
Prof. Dr. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Die Sophistik: Die Dialektik der Aufklärung der Antike

Veröffentlichung:8.4.2020

Das Video zeichnet die weitere Entwicklung der griechischen Philosophie nach und stellt zentrale Denker und Strömungen der Antike vor. Ausgehend von den Vorsokratikern wird erläutert, wie sich philosophisches Denken zunehmend von religiösen Deutungsmustern löste und zu einer eigenständigen Form rationaler Welterklärung entwickelte. Im Mittelpunkt stehen die Sophisten, die Wahrheit vor allem als Frage von Überzeugungskraft und sprachlicher Kompetenz verstanden, sowie Sokrates, der mit seiner beharrlichen Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Tugend die Philosophie grundlegend prägte. Dabei werden die sokratische Gesprächsführung, das berühmte Wissen um das Nichtwissen, der Prozess gegen Sokrates und sein Tod dargestellt. Abschließend wird die Bedeutung Platons als Schüler des Sokrates herausgearbeitet, der dessen Denken für die europäische Geistesgeschichte bewahrte und weiterentwickelte.

Sophisten waren Virtuosen des Argumentierens und zugleich des Verdrehens. Sie erschütterten die antike Götterfurcht und erklärten den Menschen zum „Maß aller Dinge“ (Protagoras). Weniger um Wahrheit als vielmehr um Meinungsmacht ging es ihnen. Aufklärer waren sie gegenüber anderen aber nicht gegenüber sich selbst. Sophistische Scheingefechte sind, wenn man genauer hinsieht, auch im heutigen Zeitgeist präsenter als man denkt.


Products

Für den Religionsunterricht bietet das Video vielfältige Anknüpfungspunkte für die Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen menschlicher Existenz, ethischer Orientierung und Wahrheitsfindung. Es eignet sich besonders für Unterrichtseinheiten zur Philosophiegeschichte, zur Frage nach Wahrheit und Erkenntnis sowie zum Verhältnis von Religion und Vernunft. Die Lernenden können die unterschiedlichen Wahrheitsverständnisse der Sophisten und des Sokrates miteinander vergleichen und diskutieren, welche Bedeutung diese Positionen für heutige gesellschaftliche Debatten besitzen. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit mit sokratischen Dialogen, Rollenspielen oder philosophischen Gesprächen, in denen Lernende selbst die Methode des Fragens und Hinterfragens erproben. Darüber hinaus eröffnet die Beschäftigung mit dem Prozess gegen Sokrates einen Zugang zu Themen wie Meinungsfreiheit, Zivilcourage, Verantwortung und dem Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Im Religionsunterricht lassen sich zudem Parallelen zwischen Sokrates und religiösen Gestalten ziehen, die aufgrund ihrer Überzeugungen Konflikte mit politischen oder gesellschaftlichen Autoritäten erlebten. Das Video fördert damit philosophische Urteilsfähigkeit, Argumentationskompetenz und die Bereitschaft, grundlegende Fragen des menschlichen Lebens kritisch zu reflektieren. Zugleich verdeutlicht es die Bedeutung des Dialogs als Weg gemeinsamer Wahrheitssuche.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.2 Anthropologie und Religion.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 5. Der Mensch und seine Religiosität.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.