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Sommers Weltliteratur

Sommers Weltliteratur

Herr der Fliegen to go

Veröffentlichung:1.1.2019

„Herr der Fliegen“ ist eine Übersetzung des biblischen Teufelsnamens „Beelzebub“, aber das wisst ihr natürlich, wenn ihr bei FAUST aufgepasst habt. Im Gegensatz zu Goethes Stück kommt in William Goldings Roman von 1954 der Teufel aber nicht persönlich vor, sondern nur in Form des Bösen, das in jedem von uns steckt. Michael Sommer und sein Playmobilensemble präsentieren eine kompakte und unterhaltsame Kurzversion von Goldings Roman.

Das Video stellt den Roman „Herr der Fliegen“ von William Golding in einer kompakten und anschaulichen Zusammenfassung vor. Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe von Jungen, die nach einem Flugzeugabsturz auf einer unbewohnten Insel stranden und versuchen, eine eigene Gemeinschaft aufzubauen. Anfangs bestimmen Regeln, Zusammenarbeit und die Hoffnung auf Rettung das Zusammenleben. Doch zunehmend gewinnen Machtkämpfe, Angst, Gewalt und das Streben nach Dominanz die Oberhand. Die Figuren Ralph, Piggy, Jack, Simon und Roger verkörpern dabei unterschiedliche menschliche Haltungen und Charakterzüge. Der Roman entwickelt sich zu einer eindringlichen Auseinandersetzung mit der Frage, ob der Mensch von Natur aus gut ist oder ob Gewalt und Zerstörung zum Menschsein gehören. Zugleich wird sichtbar, wie dünn die Schicht der Zivilisation sein kann und wie schnell soziale Ordnungen zerbrechen können.

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Didaktisch bietet das Video zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Religionsunterricht, insbesondere in den Themenfeldern Menschenbild, Gut und Böse, Verantwortung, Gemeinschaft, Macht, Gewalt und Ethik. Die Lernenden können zunächst die Entwicklung der einzelnen Figuren analysieren und deren Entscheidungen bewerten. Besonders ergiebig ist die Frage nach dem „Biest“, das sich im Verlauf der Handlung als Symbol für die dunklen Seiten des Menschen erweist. Dadurch eröffnet sich ein Zugang zu theologischen Fragestellungen nach Schuld, Sünde, Freiheit und moralischer Verantwortung. Die unterschiedlichen Gruppen auf der Insel ermöglichen Diskussionen über Demokratie, Autorität, Machtmissbrauch und den Wert gesellschaftlicher Regeln. Darüber hinaus können die Lernenden Goldings Menschenbild mit Positionen von Thomas Hobbes, Jean Jacques Rousseau oder christlichen Vorstellungen vom Menschen vergleichen. Kreative Methoden wie Rollenspiele, Gerichtsverhandlungen über die Handlungen einzelner Figuren, Tagebucheinträge aus der Perspektive der Inselbewohner oder ethische Dilemma Diskussionen fördern die Perspektivübernahme und Urteilsbildung. Das Medium eignet sich besonders für fächerübergreifende Zugänge zwischen Religion, Ethik, Deutsch, Politik und Sozialkunde und regt dazu an, über die Grundlagen eines friedlichen Zusammenlebens und die Gefährdungen menschlicher Gemeinschaft nachzudenken.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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