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Tod durch Tik Tok Challenge

Veröffentlichung:16.11.2023

Die Unterrichtsstunde "Tod durch Tik Tok Challenge" thematisiert gefährliche Internettrends am Beispiel des Todes eines Jugendlichen durch eine Tiki Tok Challange. Das Video selbst ist auf dieser Seite von ru-digital im Dropdown-Menü eingebettete Medien zu finden. In Gruppenarbeit werden über eine Webrecherche Fragen aus dem Material zum Selbstschutz beantwortet.

Mutproben wie die "Deo-Challenge" auf Social Media stellen eine lebensgefährliche Gefahr für Kinder dar, indem sie das schmerzhafte Besprühen der Haut mit Deo-Spray oder das Einatmen der Gase beinhalten. Für die 17-jährige Leonie und den 15-jährigen Elias endete dies tödlich. stern TV hat mit ihren Eltern gesprochen.

Diese Unterrichtsstunde ist direkt im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Das Video, auf das sie sich bezieht, ist im Dropdown-Menü eingebettete Medien sowie unter "Medium öffnen" auf dieser Seite zu finden.

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Unterrichtsstunde: Gefahren von Social Media und Trends - Eine Reflexion über Verantwortung und Prävention

Zielgruppe: Gymnasiasten (Klasse 9-12)

Dauer: 90 Minuten


Einführung (I) - 10 Minuten

Begrüßung und Zielsetzung: Begrüßung der Schüler und Vorstellung des Themas der Stunde. Ziel ist es, die Schüler über die Gefahren bestimmter Social-Media-Trends aufzuklären und über Verantwortung und Prävention zu diskutieren.

Einführendes Video: Zeigen des Videos, das die Geschichte von Corinna Werner und ihrem Sohn Elias sowie die Geschichte von Leonie und den tragischen Folgen der "Deo Challenge" darstellt.


Diskussion (II) - 15 Minuten

Offene Diskussion:

Reflexion über das Gesehene. Wie fühlen sich die Schüler nach dem Video?

Welche Gedanken und Emotionen weckt die Geschichte?

Haben sie schon von ähnlichen Fällen gehört? Kennen sie weitere gefährliche Trends?


Nach dem Video könnten die Schüler eine Vielzahl von Emotionen und Gedanken haben:


Trauer und Mitgefühl:

Die tragischen Geschichten von Elias und Leonie könnten Traurigkeit und Mitgefühl bei den Schülern auslösen. Sie können sich in die Situation der Familien einfühlen und die Schwere des Verlusts nachempfinden.


Schock und Bestürzung:

Die schockierenden Details der Todesfälle durch gefährliche Trends wie die Deo Challenge könnten Bestürzung und Unglauben hervorrufen. Die Schüler könnten schockiert sein, dass so etwas tatsächlich passiert ist.


Empörung und Wut:

Die Tatsache, dass diese Tragödien durch Trends in den sozialen Medien ausgelöst wurden, könnte Empörung und Wut bei den Schülern hervorrufen. Sie könnten sich über die Verantwortungslosigkeit und den Mangel an Aufklärung seitens der Internetgemeinschaft und der Plattformen ärgern.


Verunsicherung und Angst:

Die Geschichte von Elias und Leonie könnte Verunsicherung und Angst bei den Schülern hervorrufen. Sie könnten sich fragen, ob sie selbst oder ihre Freunde ähnliche gefährliche Trends ausprobieren könnten, und sich besorgt über ihre Sicherheit fühlen.


Nachdenklichkeit und Selbstreflexion:

Die Geschichte könnte die Schüler dazu anregen, über ihre eigenen Entscheidungen und ihr Verhalten im Zusammenhang mit sozialen Medien und Trends nachzudenken. Sie könnten sich fragen, wie sie selbst zur Prävention solcher Tragödien beitragen können.

Insgesamt könnten die Schüler nach dem Video eine Mischung aus diesen Emotionen und Gedanken erleben. Es ist wichtig, Raum für eine offene Diskussion zu schaffen, in der die Schüler ihre Gefühle ausdrücken können, während sie über die Lehren aus den tragischen Ereignissen reflektieren.Leitfragen:



Warum denken einige Jugendliche, dass sie solche gefährlichen Trends ausprobieren müssen?



Praktische Anwendung (III) - 20 Minuten

Gruppenarbeit: Die Schüler werden in kleine Gruppen aufgeteilt und erhalten die Aufgabe, eine Präsentation zu erstellen. Jede Gruppe erhält eine spezifische Frage oder ein Thema, wie zum Beispiel:

Was sind die psychologischen Gründe hinter dem Mitmachen an gefährlichen Challenges?

Welche Präventionsmaßnahmen könnten Eltern, Schulen und die Gesellschaft ergreifen?

Welche Verantwortung haben Social-Media-Plattformen?

Dazu erfolgt eine Webrecherche.



Psychologische Gründe hinter dem Mitmachen an gefährlichen Challenges


Suche nach Anerkennung und Zugehörigkeit:

Jugendliche sind in einer Entwicklungsphase, in der sie stark nach sozialer Anerkennung und Zugehörigkeit streben. Das Mitmachen an Trends kann ihnen das Gefühl geben, akzeptiert und bewundert zu werden.


Neugier und Risikobereitschaft:

Viele Jugendliche sind von Natur aus neugierig und bereit, Risiken einzugehen. Sie wollen Neues ausprobieren und ihre Grenzen testen, was oft durch gefährliche Trends verstärkt wird.


Einfluss von Peer Pressure:

Gruppenzwang spielt eine große Rolle. Jugendliche wollen nicht als Außenseiter gelten und fühlen sich oft gedrängt, das Gleiche zu tun wie ihre Freunde, um nicht ausgeschlossen zu werden.


Mangel an Risiko-Bewusstsein:

Jugendliche haben oft ein geringeres Bewusstsein für die Risiken und Konsequenzen ihres Handelns. Sie unterschätzen die Gefahren und denken, dass "es ihnen nicht passieren wird".


Wunsch nach Aufmerksamkeit und Sensation:

In der heutigen digitalen Welt suchen viele Jugendliche nach Aufmerksamkeit und Sensation. Sie möchten in sozialen Medien gesehen werden und "Likes" und positive Kommentare erhalten.


Emotionale und psychische Probleme:

Manche Jugendliche nutzen gefährliche Challenges als Bewältigungsmechanismus für emotionale oder psychische Probleme, wie z.B. Stress, Depressionen oder familiäre Schwierigkeiten.


Präventionsmaßnahmen durch Eltern, Schulen und die Gesellschaft


Eltern:

Offene Kommunikation: Regelmäßige und offene Gespräche über die Gefahren von Social Media und gefährlichen Trends führen.

Aufklärung und Information: Eltern sollten sich selbst über aktuelle Trends informieren und ihre Kinder entsprechend aufklären.

Beaufsichtigung und Unterstützung: Eltern sollten das Online-Verhalten ihrer Kinder im Auge behalten und unterstützend eingreifen, wenn sie gefährliche Verhaltensweisen bemerken.

Vorbildfunktion: Eltern sollten ein verantwortungsbewusstes Verhalten im Umgang mit Medien vorleben.


Schulen:

Bildungsprogramme: Integration von Medienkompetenz und Aufklärungsprogrammen in den Lehrplan, um Schüler über die Risiken aufzuklären.

Workshops und Seminare: Regelmäßige Workshops und Seminare mit Experten, die über die Gefahren von Social Media und gefährlichen Trends informieren.

Schulpsychologen und Beratungsstellen: Bereitstellung von Schulpsychologen und Beratungsstellen, die Schülern bei Problemen und Fragen zur Verfügung stehen.

Peer-Education-Programme: Schüler zu Peer-Educators ausbilden, die ihre Mitschüler über die Gefahren aufklären und unterstützen.


Gesellschaft:

Öffentliche Kampagnen: Starten von Aufklärungskampagnen über die Gefahren von Social Media und gefährlichen Trends.

Regulierung und Überwachung: Regulierungsbehörden sollten die Verbreitung gefährlicher Inhalte auf Social-Media-Plattformen überwachen und gegebenenfalls einschränken.

Unterstützung für Familien: Bereitstellung von Ressourcen und Unterstützung für Familien, die mit den Auswirkungen gefährlicher Trends konfrontiert sind.


Verantwortung von Social-Media-Plattformen


Content Moderation:

Striktere Moderation: Social-Media-Plattformen sollten striktere Richtlinien zur Moderation von Inhalten einführen, die gefährliche Trends und Challenges fördern.

Automatisierte Erkennung: Einsatz von KI und automatisierten Systemen zur Erkennung und Entfernung von gefährlichen Inhalten.


Aufklärung und Warnungen:

Aufklärungskampagnen: Plattformen sollten eigene Aufklärungskampagnen starten, um ihre Nutzer über die Gefahren bestimmter Trends zu informieren.


Warnhinweise: Einblendung von Warnhinweisen bei Inhalten, die potenziell gefährlich sein könnten.


Berichtssysteme:

Einfache Meldesysteme: Benutzerfreundliche Meldesysteme, mit denen Nutzer gefährliche Inhalte schnell und einfach melden können.

Reaktionszeit: Schnelle Reaktionszeiten bei gemeldeten Inhalten, um diese umgehend zu überprüfen und gegebenenfalls zu entfernen.

Verantwortungsübernahme:

Transparenz: Transparenz darüber, wie die Plattformen mit gefährlichen Inhalten umgehen und welche Maßnahmen sie ergreifen, um ihre Nutzer zu schützen.

Zusammenarbeit mit Behörden: Enge Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen, die sich mit Jugendschutz und Online-Sicherheit befassen.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen können Eltern, Schulen, die Gesellschaft und Social-Media-Plattformen gemeinsam dazu beitragen, Jugendliche vor den Gefahren gefährlicher Online-Trends zu schützen und ihnen dabei helfen, sicher und verantwortungsbewusst mit digitalen Medien umzugehen.



Präsentation der praktischen Anwendung (IV) - 15 Minuten

Gruppenpräsentationen: Jede Gruppe stellt ihre Ergebnisse kurz vor. Die anderen Schüler dürfen Fragen stellen und Feedback geben.

Reflexion und Zusammenfassung (V) - 10 Minuten

Gemeinsame Reflexion:

Was haben die Schüler aus den Präsentationen gelernt?

Was können sie persönlich tun, um sich und andere vor solchen Gefahren zu schützen?

Wie können sie sich gegenseitig unterstützen?

Zusammenfassung: Hauptpunkte der Stunde zusammenfassen. Betonung der Wichtigkeit von Aufklärung und Kommunikation.



Hausaufgabe (VI) - 5 Minuten

Aufgabe: Die Schüler sollen ein kurzes Essay (ca. 1 Seite) schreiben, in dem sie ihre Gedanken und Gefühle zu der heutigen Stunde zusammenfassen und darüber reflektieren, wie sie selbst zu einer sichereren Nutzung von sozialen Medien beitragen können.

Abschließende Worte (VII) - 5 Minuten

Lehrkraft: Abschluss der Stunde mit ermutigenden Worten. Erinnerung daran, dass es wichtig ist, über solche Themen zu sprechen und dass die Schüler immer Unterstützung suchen können, wenn sie sich unsicher fühlen.

Zusätzliche kreative Ideen (VIII)

Rollenspiele: Schüler spielen Szenarien nach, in denen sie ein gefährliches Verhalten erkennen und richtig darauf reagieren.

Poster-Kampagne: Die Schüler gestalten Poster oder Flyer, die vor gefährlichen Trends warnen und auf die Risiken aufmerksam machen.

Bibelzitate (IX)

Jeremia 29:11: „Denn ich weiß, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“

Diskussion: Wie kann dieser Vers in schwierigen Zeiten Trost und Hoffnung geben?

Psalm 23:4: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“

Diskussion: Inwiefern kann der Glaube helfen, schwierige Situationen zu überstehen?

Materialien und Vorbereitung:

Video und Abspielgerät

Flipchart/Whiteboard für die Diskussion

Arbeitsblätter für die Gruppenarbeit

Materialien für Poster-Gestaltung (Papier, Stifte, etc.)

Bibeln oder Ausdrucke der Bibelzitate

Fazit

Die Unterrichtsstunde soll nicht nur informieren, sondern auch sensibilisieren und die Schüler dazu ermutigen, verantwortungsvoll mit den Informationen umzugehen, die sie in sozialen Medien finden. Durch die Reflexion und praktische Anwendung lernen sie, wie wichtig es ist, sich selbst und andere vor gefährlichen Trends zu schützen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8G.1 Ein eigener Mensch werden. Entwicklung der Persönlichkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 8

8.2 Einsamkeit, Trennung und Tod: Gefährdungen des Lebens – Erlösung im Glauben.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Leid wahrnehmen - Trennungserfahrungen

Video

Standard Lizenz auf You Tube

16.5.2024

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Unterrichtsstunde

Menschen & Welt

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren

mittel

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