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Bistum PassauBischof Stefan Oster

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Bischof Stefan Oster

Was ist das ewige Leben? - Abschiedsreden Jesu

Veröffentlichung:26.8.2023

Das Video erschließt das hohepriesterliche Gebet Jesu im Johannesevangelium als einen der zentralen Texte des Neuen Testaments. Im Mittelpunkt stehen Jesu Gebet vor der Passion, der Bezug zum jüdischen Versöhnungstag Jom Kippur, die Deutung Jesu als Hohepriester und Opfer zugleich sowie die großen Themen Erkenntnis Gottes, ewiges Leben, Heiligung in der Wahrheit und Einheit der Glaubenden. Besonders betont wird, dass Jesus den Namen Gottes als Vater offenbart und die Lernenden in eine tiefere Beziehung zu Gott hineinführen möchte. Das Video verbindet biblische Auslegung, christologische Deutung und geistliche Vertiefung und zeigt, dass christlicher Glaube nicht nur Wissen über Jesus meint, sondern ein inneres Erkennen, Vertrauen und Leben aus seiner Gegenwart.

Das ewige Leben - davon spricht Jesus oft während seiner Verkündigung und so auch vor seinem Tod: Auch das letzte in den Evangelien überlieferte Gebet Jesu vor der Passion, das sogenannte Hohepriesterliche Gebet im Johannesevangelium, hat dieses Leben zum Inhalt.

Jesus wandte sich im Gebet an den Vater und sprach: „Das ist das ewige Leben: dich den einzig wahren Gott zu erkennen, und den, den du gesandt hast: Jesus Christus.“

Doch was bedeutet Erkennen? Genügt es denn nicht, jemanden zu sehen, um zu erkennen — wie einen Gegenstand, eine Pflanze, ein Tier? Oder bedarf es einer anderen Art des Sehens?

Erkennen meint nicht nur ein Wissen über etwas, sondern ein tiefes, wahres Erkennen. Mehr noch: Es meint einen Erkenntnisvorgang, der uns nahegehen muss und ein „Eins-werden“ bewirkt. Wenn im Evangelium von „erkennen“ die Rede ist, geht es also darum, Jesus ganz kennen zu lernen: der vor aller Zeit beim Vater war, in Bethlehem geboren wurde und im Verborgenen gelebt hat, mit seiner Sendung begonnen hat, öffentlich zu sprechen, ans Kreuz ging und dort starb, seinen Geist sandte und richten wird: ihn, der die absolute Liebe ist.

Jesu Gebet für die Jünger umfasst Bitten: Heilige sie in der Wahrheit und mache sie eins. Und er spricht davon, den Namen des Vaters bekannt gemacht zu haben.

Doch was ist damit gemeint? Das erfahrt ihr im Vortrag von Bischof Stefan - hier im Video.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit dem Johannesevangelium, der Christologie und der Frage nach christlicher Existenz. Die Lernenden können zunächst zentrale Begriffe wie ewiges Leben, Wahrheit, Heiligung, Vater, Einheit und Sendung sammeln und klären. Anschließend bietet sich eine arbeitsteilige Erschließung an, bei der Gruppen verschiedene Sinnabschnitte des Videos bearbeiten und mit Bibelstellen wie Johannes 17, Exodus 3, Jesaja 53, Hebräerbrief und 1 Korinther 13 in Beziehung setzen. Didaktisch besonders wertvoll ist die Verbindung von theologischer Tiefenschärfe und existenziellen Fragen: Was bedeutet es, Gott zu erkennen? Was heißt Wahrheit in einer pluralen und postmodernen Welt? Wie können Christinnen und Christen Einheit leben, ohne Unterschiede zu verdrängen? Methodisch können Lernende ein Schaubild zum hohenpriesterlichen Gebet erstellen, ein theologisches Gespräch zur Bedeutung des Gottesnamens führen oder eine persönliche Reflexion darüber schreiben, was es heißt, als Tempel Gottes zu leben. Auch ökumenische Lernprozesse lassen sich gut anschließen, da das Video die Einheit der Glaubenden als Zeugnis für die Welt hervorhebt. Für leistungsstarke Lerngruppen eignet sich zudem eine vertiefende Diskussion über Opfer, Versöhnung, Sendung und apostolische Überlieferung. Wichtig ist, das Medium nicht nur informativ einzusetzen, sondern als Impuls für religiöse Urteilsbildung, spirituelle Selbstreflexion und dialogisches Lernen. Die Lernenden können dabei entdecken, dass biblische Texte nicht nur historische Dokumente sind, sondern Deutungsräume für Leben, Beziehung, Wahrheit und Hoffnung eröffnen.

Hessen

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Q1.2 Die Auferstehung Jesu: Hoffnung über den Tod hinaus.

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