Das vorliegende Video widmet sich einer ausführlichen Auslegung des 16. Kapitels des Johannesevangeliums und erschließt die Abschiedsreden Jesu unmittelbar vor seinem Leiden und Sterben. Der Referent betrachtet zentrale Aussagen Jesu über das Weggehen zum Vater, die Sendung des Heiligen Geistes, die Bedeutung von Glaube, Sünde, Gerechtigkeit und Gericht sowie die innere Beziehung zwischen Christus und seinen Jüngern. Dabei werden die theologischen Aussagen immer wieder mit Erfahrungen aus dem menschlichen Beziehungsleben verbunden. Anhand von Beispielen aus Familie, Freundschaft und Partnerschaft wird verdeutlicht, wie Loslassen, Vertrauen und innere Nähe gelingen können. Der Vortrag hebt besonders hervor, dass christlicher Glaube nicht in erster Linie äußeres Wissen, sondern eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung zu Jesus Christus bedeutet. Die Jünger werden als Menschen gezeigt, die zwar vieles verstehen, aber erst durch die Gabe des Heiligen Geistes die innere Kraft erhalten, ihren Glauben mutig zu leben. Das Video endet mit der ermutigenden Botschaft Jesu: „Habt Mut, ich habe die Welt besiegt.“
Warum konnte Jesus nicht einfach auf der Erde bei den Jüngern bleiben? Er hätte weiterhin das Evangelium verkünden und heilen können, nachdem er von den Toten auferstanden war. Doch Jesus sagte zu den Jüngern in den Abschiedsreden im Johannesevangelium den herausfordernden Satz: „Es ist gut für euch, dass ich gehe.“
Im Vortrag bei Believe and Pray griff Bischof Stefan Oster diese Fragen auf und übertrug sie auf das Heute: Der Mensch sei im ganzen Leben herausgefordert, das richtige Maß zwischen Halten und Loslassen zu finden, denn er neige dazu, sein Gegenüber festhalten zu wollen. Dieser werde so jedoch gewissermaßen zum Gegenstand und die innere Wirklichkeit des anderen entziehe sich. Bei Jesus dagegen gehe es stets um mehr: Es gehe immer um die Qualität der inneren Beziehung zum Herrn.
Jesus wirft zudem weitere Fragen auf: Was ist Sünde? Was ist Gerechtigkeit? Und was ist das Gericht?