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Bistum PassauBischof Stefan Oster

Bistum Passau,

Bischof Stefan Oster

Gekreuzigt, Gestorben und Begraben – Credo 05.

Veröffentlichung:1.11.2023

Das Video behandelt den Abschnitt des Apostolischen Glaubensbekenntnisses „gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben“ und widmet sich ausführlich der Passion Jesu. Der Referent beschreibt die letzten Tage Jesu, beginnend mit den wachsenden Konflikten mit religiösen Autoritäten, über die Tempelreinigung, die Gefangennahme am Ölberg, die Prozesse vor den jüdischen und römischen Machthabern bis hin zur Kreuzigung. Dabei wird die Passion nicht nur als historisches Ereignis dargestellt, sondern als Ausdruck einer umfassenden theologischen Deutung von Schuld, Leid, Gottverlassenheit und Erlösung. Das Video fragt nach den Ursachen des Todes Jesu, nach menschlicher Verantwortung und nach der Bedeutung des Kreuzes für den christlichen Glauben. Im Zentrum steht die Vorstellung, dass Jesus Leid, Schuld und Gottesferne der Menschen auf sich nimmt, um Versöhnung, Heilung und neues Leben zu ermöglichen. Die Passion wird dabei als Schlüssel zum Verständnis von Liebe, Erlösung und christlicher Hoffnung interpretiert.

Matthäus, Markus, Lukas und Johannes – das sind die vier Evangelien der Bibel. Diese werden immer wieder als eine Passionsgeschichte mit langer Einleitung bezeichnet, weil die gesamte Erzählung mit großer Zielstrebigkeit auf das Leiden und das Kreuz zugeht. Das Glaubensbekenntnis spricht von der Passion mit den Worten „gekreuzigt, gestorben und begraben“.

Schon seit Beginn seines öffentlichen Wirkens wird Jesus verdächtigt: Er lästere Gott, er sei vom Teufel besessen, er sei verrückt und blasphemisch, weil er Sünden vergibt, sagt, er sei größer als der Tempel, oder das Gesetz des Moses neu ausgelegt. Daher will man ihn loswerden und töten. Jesus aber geht entschlossen nach Jerusalem. Vermutlich löst die Tempelreinigung dann die letzte Katastrophe aus – und die Entscheidung wird gefällt, dass er sterben muss.

Wer letztendlich Schuld am Tod Jesu? Pilatus? Die Pharisäer und die Hohenpriester, die Pilatus aufhetzen? Die, die ihn foltern oder der, der ihm letztendlich die Lanze hineinsticht? Die Frage nach der Schuld ist nicht einfach zu beantworten. Jeder hat Schuld und niemand hat Schuld. Und was war das Motiv? Hätte man ihn nicht einfach reden lassen können?

Der Tod Jesu veränderte für uns Christen alles. Er nahm die Schuld der Welt auf sich und durchlebt das Böse bis auf den letzten Grund. Doch was bedeutet das? Und warum ist das für mich wichtig, wenn mir doch der Tod von vorne entgegenkommt? Und was hat das alles mit dem Kreuz zu tun? Darüber spricht Bischof Stefan Oster im fünften Video über das Credo.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zur Passion Jesu, zur Bedeutung des Kreuzes, zur Erlösungsvorstellung im Christentum, zu Schuld und Verantwortung sowie zum Apostolischen Glaubensbekenntnis. Aufgrund seiner Verbindung von biblischer Erzählung, theologischer Deutung und existenziellen Fragestellungen eröffnet das Medium zahlreiche Möglichkeiten für einen kompetenzorientierten Unterricht.

Ein geeigneter Einstieg kann über die Frage erfolgen, weshalb Menschen bereit sind, Leid für andere auf sich zu nehmen. Die Lernenden können Beispiele aus ihrem Alltag sammeln, etwa Fürsorge in Familien, Freundschaft oder Hilfsbereitschaft in Krisensituationen. Dadurch entsteht ein lebensweltlicher Zugang zur Frage nach stellvertretendem Leiden und Opferbereitschaft.

Während der Sichtung können arbeitsteilige Beobachtungsaufträge vergeben werden. Eine Gruppe rekonstruiert die Ereignisse der Passionsgeschichte. Eine zweite Gruppe untersucht die verschiedenen beteiligten Personen und ihre Motive. Eine dritte Gruppe arbeitet die theologischen Deutungen des Leidens Jesu heraus. Eine vierte Gruppe sammelt Aussagen über die Bedeutung des Kreuzes für heutige Christinnen und Christen.

Besonders ergiebig ist die Frage nach Schuld und Verantwortung. Die Lernenden können analysieren, welche Personen und Gruppen an der Verurteilung Jesu beteiligt waren und diskutieren, weshalb die christliche Tradition die Passion häufig als Ausdruck einer allgemeinen menschlichen Verstrickung in Schuld versteht. Dabei wird deutlich, dass komplexe historische Ereignisse selten auf einzelne Schuldige reduziert werden können.

Methodisch bietet sich eine Perspektivübernahme an. Die Lernenden können Tagebucheinträge oder Briefe aus der Sicht von Petrus, Judas, Pilatus, Maria oder eines römischen Soldaten verfassen. Dadurch werden unterschiedliche Perspektiven auf die Ereignisse sichtbar und die emotionale Dimension der Passionsgeschichte erschlossen.

Im Themenbereich Kreuz und Erlösung kann das Video Anlass sein, verschiedene Deutungen des Kreuzes kennenzulernen und miteinander zu vergleichen. Die Lernenden können untersuchen, weshalb das Kreuz zum zentralen Symbol des Christentums geworden ist und welche Bedeutung es für Menschen in Situationen von Leid, Krankheit oder Hoffnungslosigkeit haben kann.

Für die Oberstufe eignet sich eine vertiefende Auseinandersetzung mit theologischen Erlösungsmodellen sowie mit philosophischen Fragen nach Leid, Schuld und Versöhnung. Ebenso kann die Bedeutung des Kreuzes in Kunst, Literatur und Musik untersucht werden. Dabei wird deutlich, dass die Passion Jesu weit über ein historisches Ereignis hinausgeht und bis heute zentrale Fragen menschlicher Existenz berührt.

Das Medium fördert insbesondere die Deutungskompetenz, die Urteilskompetenz und die Fähigkeit zur Perspektivübernahme. Die Lernenden setzen sich mit fundamentalen Fragen nach Leid, Schuld, Liebe, Vergebung und Hoffnung auseinander und reflektieren die Bedeutung der Passion Jesu für christlichen Glauben und menschliches Zusammenleben.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q1 Jesus Christus – das menschgewordene Wort Gottes

Q1.2 Die Auferstehung Jesu: Hoffnung über den Tod hinaus.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 1. Sterben und Tod, Erlösung und Auferstehung.

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