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Uni Auditorium - Wissen online

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Was ist gut?

Veröffentlichung:21.1.2015

Das Video beschäftigt sich mit einer grundlegenden Frage der Ethik: Können Menschen wissen, was gut und was schlecht ist? Ausgehend von der Überlegung, dass ein gutes Leben nur möglich ist, wenn Menschen Orientierung darüber besitzen, was moralisch richtig ist, untersucht der Vortrag die Möglichkeit ethischen Wissens. Dabei wird zwischen bloßen Geschmacksurteilen und ethischen Urteilen unterschieden. Während persönliche Vorlieben wechseln können, müssen ethische Maßstäbe einen allgemeinen und verlässlichen Geltungsanspruch besitzen. Anhand von Beispielen wie dem Verbot der Tötung von Menschen, der Menschenwürde, den Menschenrechten oder der Kritik an der weiblichen Genitalverstümmelung wird verdeutlicht, dass ethische Urteile auf grundlegenden Geltungsansprüchen beruhen. Darüber hinaus werden philosophische Positionen von Platon und G. E. Moore vorgestellt. Das Video zeigt, dass das Gute zwar nicht einfach definierbar ist, Menschen aber dennoch verpflichtet sind, ethisches Wissen zu entwickeln und zu begründen. Dabei wird deutlich, dass moralische Urteile immer auf Bildung, Reflexion, kulturellen Traditionen und verantwortlicher Argumentation beruhen.

Welches ethische Wissen ist für die Unterscheidung von Gut und Böse nötig, um ein gutes Leben zu führen. Moore behauptet der Begriff "Gut" sei nicht definierbar. Das Gute ist jedoch sehr wohl bestimmbar. Der Mensch ist im Rahmen seiner Verantwortung sogar verpflichtet Wissen zu entwickeln, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

DAS GUTE LEBEN ALS ZIEL

Aristoteles hat die Aufgabe der Ethik darin gesehen, dem Ziel eines guten Lebens der Menschen zu dienen. Was war damals und was ist heute unter einem guten Leben zu verstehen?

DAS WISSEN DES GUTEN

Anfang des 20. Jahrhunderts meinte der englische Philosoph Moore, „gut“ sei nicht definierbar. Wenn die Bedeutung des Wortes nicht definierbar ist, wie ist es dann möglich zu wissen, was gut ist?

DIE UNBESTÄNDIGKEIT DES GUTEN

Was wir heute für gut halten, kann übermorgen nicht mehr gut sein. Wie können wir ethisch mit der Unbeständigkeit des Guten umgehen?

DIE GERECHTE VERTEILUNG DER GÜTER

Ein gutes Leben ohne eine gerechte Verteilung der Güter ist nicht denkbar. Die Güterverteilung ist aber nur einer von mehreren Aspekten der Gerechtigkeit. Nur demokratisch legitimierte Verfahren bieten die Aussicht auf gerechte soziale Verhältnisse.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für Unterrichtseinheiten zu Ethik, Gewissen, Menschenwürde, Menschenrechten und moralischer Urteilsbildung in der Sekundarstufe II. Die Lernenden können zunächst anhand von Alltagsbeispielen diskutieren, ob die Aussage „Gut und Böse sind reine Geschmackssache“ überzeugend ist. Anschließend bietet sich eine Analyse der im Video vorgestellten Unterscheidung zwischen subjektiven Vorlieben und objektiven ethischen Maßstäben an. Besonders ergiebig ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob Menschenrechte kulturübergreifend gelten oder ob moralische Normen von kulturellen Traditionen abhängig sind. Die Lernenden können hierzu konkrete Fallbeispiele analysieren und ethische Argumentationen entwickeln. Im Religionsunterricht lassen sich Verbindungen zu biblischen Vorstellungen von Gerechtigkeit, Menschenwürde und Nächstenliebe herstellen. Ebenso kann die Frage diskutiert werden, welche Rolle Religionen bei der Ausbildung moralischer Orientierung spielen und wie ethische Urteile in pluralen Gesellschaften begründet werden können. Methodisch eignen sich Debatten, philosophische Gespräche, Fallanalysen, Dilemma Diskussionen, Urteilslinien oder Gruppenarbeiten zu unterschiedlichen ethischen Problemfeldern. Besonders gewinnbringend ist die Untersuchung aktueller Themen wie Bioethik, Stammzellforschung, Menschenrechte oder globale Gerechtigkeit. Das Medium fördert die Fähigkeit der Lernenden, ethische Fragestellungen differenziert zu analysieren, moralische Urteile zu begründen und zwischen bloßen Meinungen und argumentativ begründeten ethischen Positionen zu unterscheiden. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Urteilskompetenz, Reflexionsfähigkeit und ethischer Orientierung in einer komplexen Gesellschaft.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 2. Glückssuche und Sinngebung als Aufgabe und Ziel des Lebens.

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

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