Das Video beschäftigt sich mit einer grundlegenden Frage der Ethik: Können Menschen wissen, was gut und was schlecht ist? Ausgehend von der Überlegung, dass ein gutes Leben nur möglich ist, wenn Menschen Orientierung darüber besitzen, was moralisch richtig ist, untersucht der Vortrag die Möglichkeit ethischen Wissens. Dabei wird zwischen bloßen Geschmacksurteilen und ethischen Urteilen unterschieden. Während persönliche Vorlieben wechseln können, müssen ethische Maßstäbe einen allgemeinen und verlässlichen Geltungsanspruch besitzen. Anhand von Beispielen wie dem Verbot der Tötung von Menschen, der Menschenwürde, den Menschenrechten oder der Kritik an der weiblichen Genitalverstümmelung wird verdeutlicht, dass ethische Urteile auf grundlegenden Geltungsansprüchen beruhen. Darüber hinaus werden philosophische Positionen von Platon und G. E. Moore vorgestellt. Das Video zeigt, dass das Gute zwar nicht einfach definierbar ist, Menschen aber dennoch verpflichtet sind, ethisches Wissen zu entwickeln und zu begründen. Dabei wird deutlich, dass moralische Urteile immer auf Bildung, Reflexion, kulturellen Traditionen und verantwortlicher Argumentation beruhen.
Welches ethische Wissen ist für die Unterscheidung von Gut und Böse nötig, um ein gutes Leben zu führen. Moore behauptet der Begriff "Gut" sei nicht definierbar. Das Gute ist jedoch sehr wohl bestimmbar. Der Mensch ist im Rahmen seiner Verantwortung sogar verpflichtet Wissen zu entwickeln, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.
DAS GUTE LEBEN ALS ZIEL
Aristoteles hat die Aufgabe der Ethik darin gesehen, dem Ziel eines guten Lebens der Menschen zu dienen. Was war damals und was ist heute unter einem guten Leben zu verstehen?
DAS WISSEN DES GUTEN
Anfang des 20. Jahrhunderts meinte der englische Philosoph Moore, „gut“ sei nicht definierbar. Wenn die Bedeutung des Wortes nicht definierbar ist, wie ist es dann möglich zu wissen, was gut ist?
DIE UNBESTÄNDIGKEIT DES GUTEN
Was wir heute für gut halten, kann übermorgen nicht mehr gut sein. Wie können wir ethisch mit der Unbeständigkeit des Guten umgehen?
DIE GERECHTE VERTEILUNG DER GÜTER
Ein gutes Leben ohne eine gerechte Verteilung der Güter ist nicht denkbar. Die Güterverteilung ist aber nur einer von mehreren Aspekten der Gerechtigkeit. Nur demokratisch legitimierte Verfahren bieten die Aussicht auf gerechte soziale Verhältnisse.