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Lieblingsfach Religion

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Barmer Theologische Erklärung

Veröffentlichung:20.6.2016

Die Theologische Erklärung zur gegenwärtigen Lage der Deutschen Evangelischen Kirche , meist kurz als Barmer Theologische Erklärung bezeichnet oder auch Barmer Bekenntnis genannt, war das theologische Fundament der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus.Sie wurde wesentlich von Karl Barth unter Mitarbeit von Thomas Breit und Hans Asmussen ausgearbeitet und nach einem Einbringungsreferat von Asmussen auf der ersten Bekenntnissynode vom 29.bis 31.Mai 1934 in Wuppertal-Barmen verabschiedet.

Das Video stellt die Barmer Theologische Erklärung von 1934 als zentrales theologisches Dokument der Bekennenden Kirche vor. Es erläutert die historischen Hintergründe ihrer Entstehung im Kontext des sogenannten Kirchenkampfes und beschreibt die Auseinandersetzung zwischen der Bekennenden Kirche und den Deutschen Christen. Im Mittelpunkt stehen die sechs Barmer Thesen, die Jesus Christus als alleinige Grundlage von Glaube und Kirche hervorheben und jede Vereinnahmung des Evangeliums durch politische Ideologien zurückweisen. Das Medium verdeutlicht, wie die Erklärung auf die Versuche des nationalsozialistischen Staates reagierte, die evangelische Kirche gleichzuschalten. Gleichzeitig wird herausgearbeitet, dass die Barmer Theologische Erklärung in erster Linie ein theologisches Bekenntnis und keine politische Widerstandserklärung war. Kritisch wird zudem thematisiert, dass die Erklärung keine ausdrückliche Stellung zur Verfolgung der jüdischen Bevölkerung bezog und dass führende Vertreter der Bekennenden Kirche diesen Mangel später selbst einräumten.

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Für den Religionsunterricht bietet das Video hervorragende Möglichkeiten, das Verhältnis von Glaube, Kirche und politischer Macht zu untersuchen. Die Lernenden können zunächst die historischen Rahmenbedingungen des Kirchenkampfes erarbeiten und die unterschiedlichen Positionen der Bekennenden Kirche und der Deutschen Christen vergleichen. Besonders geeignet ist die Arbeit mit ausgewählten Passagen der sechs Barmer Thesen. In Gruppen können die Lernenden analysieren, welche Aussagen über Jesus Christus, Kirche, Staat und Verantwortung getroffen werden und welche theologischen Überzeugungen dahinterstehen. Eine vertiefende Diskussion kann der Frage nachgehen, weshalb die Bekennende Kirche zwar die Vereinnahmung des Glaubens durch den Staat ablehnte, jedoch keine deutliche Stellung gegen die Judenverfolgung formulierte. Dadurch eröffnet sich ein anspruchsvoller Zugang zu Fragen von Verantwortung, Schuld und den Grenzen kirchlichen Handelns. Methodisch eignen sich Quellenanalysen, Gruppenpuzzle, Debatten oder die Erstellung von Schaubildern, in denen die Beziehungen zwischen Kirche, Staat und Individuum dargestellt werden. Ebenso kann die erste Barmer These mit aktuellen Fragestellungen verglichen werden: Welche Ideologien oder gesellschaftlichen Strömungen können heute in Konkurrenz zum christlichen Glauben treten? Darüber hinaus bietet sich ein Vergleich mit anderen kirchlichen Stellungnahmen aus der Zeit des Nationalsozialismus an, etwa mit Schriften von Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer oder Martin Niemöller. Das Medium fördert historisches Lernen, theologisches Denken, ethische Urteilsbildung und die Reflexion über die Verantwortung religiöser Gemeinschaften in politischen Krisenzeiten.

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