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Lieblingsfach Religion

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Bekennende Kirche

Veröffentlichung:9.6.2016

Das Video bietet einen ausführlichen Überblick über die Entstehung, Entwicklung und Bedeutung der Bekennenden Kirche während der Zeit des Nationalsozialismus. Es erläutert die Ursachen ihrer Gründung als Reaktion auf die Versuche des nationalsozialistischen Staates und der Bewegung der Deutschen Christen, die evangelische Kirche ideologisch und organisatorisch gleichzuschalten. Vorgestellt werden zentrale Persönlichkeiten wie Martin Niemöller, Dietrich Bonhoeffer, Karl Barth und Elisabeth Schmitz. Das Medium beschreibt die Gründung des Pfarrernotbundes, die Barmer Theologische Erklärung, die Bildung eigener kirchlicher Leitungsstrukturen sowie die Konflikte innerhalb der evangelischen Kirche. Zugleich wird deutlich, dass die Bekennende Kirche zwar gegen die Vereinnahmung des christlichen Glaubens durch den Nationalsozialismus kämpfte, jedoch keine einheitliche politische Widerstandsbewegung war. Das Medium beleuchtet auch die Grenzen ihres Handelns, insbesondere im Blick auf die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, und thematisiert die spätere Auseinandersetzung mit Schuld und Verantwortung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Die Bekennende Kirche (BK) war eine Oppositionsbewegung evangelischer Christen gegen Versuche einer Gleichschaltung von Lehre und Organisation der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) in der Zeit des Nationalsozialismus, etwa durch die „Deutschen Christen“, staatlich eingesetzte Kirchenausschüsse und teilweise direkte Staatskommissare.Die BK verstand sich seit ihrer Gründung im Mai 1934 als einzige rechtmäßige evangelische Kirche im Deutschen Reich, indem sie den Nationalsozialismus und die Lehren der Deutschen Christen als unchristliche Irrlehren „verwarf“ (Barmer Theologische Erklärung 1934) und sich gegen staatliche und innerkirchliche Übergriffe auf das christliche Glaubensbekenntnis zur Wehr setzte.Sie schuf sich seit Oktober 1934 mit einem kirchlichen „Notrecht“ eigene Leitungs- und Verwaltungsstrukturen und grenzte ihre Organisation und Ausbildung damit von deutschchristlich geführten Landeskirchen ab (Kirchenkampf).Sie bildete aber keine einheitliche politische Opposition gegen das NS-Regime.


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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Kirche, Staat und Gewissen in Diktaturen. Die Lernenden können zunächst die historischen Hintergründe der Bekennenden Kirche erarbeiten und deren zentrale Anliegen mit den Positionen der Deutschen Christen vergleichen. Dabei bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, in der verschiedene Aspekte wie der Pfarrernotbund, die Barmer Theologische Erklärung, die Rolle einzelner Persönlichkeiten oder die Haltung der Bekennenden Kirche gegenüber der Judenverfolgung untersucht werden. Besonders gewinnbringend ist die Analyse der Frage, warum die Bekennende Kirche einerseits Widerstand gegen die Gleichschaltung der Kirche leistete, andererseits aber vielfach nicht offen gegen die nationalsozialistische Verfolgungs und Vernichtungspolitik auftrat. Dadurch werden die Lernenden angeregt, historische Akteure differenziert zu beurteilen und die Spannung zwischen Mut, Anpassung, Angst und Verantwortung wahrzunehmen. Methodisch eignen sich Quellenarbeit mit Auszügen aus der Barmer Theologischen Erklärung, Debatten über die Grenzen kirchlichen Widerstandes, Rollenspiele zu Synoden der Bekennenden Kirche oder die Erstellung von Positionierungslinien zu ethischen Dilemmata. Darüber hinaus kann das Medium genutzt werden, um die Bedeutung von Gewissensentscheidungen und Zivilcourage für demokratische Gesellschaften zu reflektieren. Ein Vergleich mit aktuellen Situationen, in denen religiöse Gemeinschaften oder Einzelpersonen gegenüber gesellschaftlichen Fehlentwicklungen Stellung beziehen müssen, eröffnet den Lernenden einen Gegenwartsbezug. Das Medium fördert somit historisches Lernen, theologische Reflexion, ethische Urteilsbildung und die Auseinandersetzung mit Fragen persönlicher und institutioneller Verantwortung.

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