Ein evangelischer Pfarrer übt Widerstand im Nationalsozialismus und muss emigrieren. Fast wäre er selbst in das KZ verschleppt worden und konnte von der Kirchenleitung aufgrund seiner Kriegsverletzung von dort befreit werden. Dennoch wurde er mit Rede- und Predigtverbot belegt. Dies bewegte ihn zum Auswandern.
Das Video schildert eindrucksvoll die Lebensgeschichte des evangelischen Pfarrers und religiösen Sozialisten Friedrich Kappes während der Zeit des Nationalsozialismus. Aus der Ich Perspektive wird dargestellt, wie Kappes bereits in der Weimarer Republik aufgrund seines politischen Engagements für soziale Gerechtigkeit und seine Nähe zur Sozialdemokratie in Konflikt mit kirchlichen Autoritäten geriet. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verweigerte er die Anpassung an das Regime und kritisierte öffentlich die Verfolgung politischer Gegner, die Inhaftierung in Konzentrationslagern sowie die wachsende Kriegsgefahr. Seine Solidarität mit Verfolgten führte zu seiner Verhaftung, seiner Zwangspensionierung und schließlich zur Emigration nach Palästina. Dort setzte er sich weiterhin für Frieden und Verständigung ein. Das Medium verdeutlicht die Bedeutung von Gewissen, Zivilcourage, politischer Verantwortung und christlichem Widerstand gegen Unrecht.