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Lieblingsfach Religion

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Kirchenkampf im Dritten Reich

Veröffentlichung:30.5.2022

Das Video zwischen Anpassung und Widerstand Kirchenkampf im Dritten Reich / Nationalsozialismus schildert die Versuche der Gleichschaltung durch den NS-Staat. Das Reichskonkordat sollte den Schutz der Christen und der Kirche ermöglichen. Es zeigte sich schnell, dass das 3. Reich die Kirchen vernichten wollte und keinerlei Verträge es daran hindern konnten. Als sich die Übergriffe mehrten schrieb der Papst die Enzyklika mit brennender Sorge. Doch auch diese blieb folgenlos und der Terror gegen das organisierte Christentum setzte sich fort. Die Gleichschaltung erlaubte keine anderen als NS-Orgnanisationen im 3. Reich.

Das Video thematisiert die zunehmenden Spannungen zwischen den christlichen Kirchen und dem nationalsozialistischen Regime in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht die Enzyklika Mit brennender Sorge aus dem Jahr 1937, mit der Papst Pius XI. öffentlich gegen die nationalsozialistische Ideologie Stellung bezog. Das Medium zeigt, wie die katholische Kirche trotz des Reichskonkordats immer stärker unter Druck geriet und wie die Nationalsozialisten versuchten, kirchlichen Einfluss zurückzudrängen. Gleichzeitig wird die Situation innerhalb der evangelischen Kirche dargestellt, insbesondere der Konflikt zwischen den nationalsozialistisch orientierten Deutschen Christen und der Bekennenden Kirche. Anhand der Biografie Martin Niemöllers wird deutlich, wie einzelne Christinnen und Christen aus ihrem Glauben heraus Widerstand gegen die Diktatur leisteten. Das Video verdeutlicht die schwierige Gratwanderung zwischen Anpassung, vorsichtigem Protest und offenem Widerstand sowie die Bedeutung des christlichen Glaubens als Gegenkraft zu totalitären Herrschaftsansprüchen.

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Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium zahlreiche Zugänge zu den Themen Kirche und Nationalsozialismus, Gewissen, Widerstand, Verantwortung und religiöse Freiheit. Die Lernenden können zunächst die historischen Hintergründe der Enzyklika Mit brennender Sorge erarbeiten und untersuchen, welche Kritik die katholische Kirche am Nationalsozialismus formulierte. Anschließend bietet sich ein Vergleich zwischen den Reaktionen der katholischen Kirche und der evangelischen Kirche an. Besonders interessant ist dabei die Frage, weshalb viele kirchliche Verantwortliche zunächst zurückhaltend reagierten, während einzelne Personen wie Martin Niemöller öffentlich Widerstand leisteten. Methodisch eignet sich die Analyse historischer Quellen, insbesondere von Auszügen aus der Enzyklika, Predigten oder zeitgenössischen Stellungnahmen. Ebenso können die Lernenden in Gruppenarbeit unterschiedliche Akteure untersuchen und deren Handlungsmöglichkeiten sowie Handlungsspielräume bewerten. Im Rahmen eines Perspektivwechsels können sie sich in die Situation von Christinnen und Christen hineinversetzen, die zwischen Anpassung und Widerstand entscheiden mussten. Das Medium bietet darüber hinaus Anlass zur Diskussion über die Verantwortung religiöser Gemeinschaften gegenüber staatlichem Unrecht und die Frage, wann Widerspruch zur moralischen Pflicht wird. Verbindungen zur Gegenwart können hergestellt werden, indem die Lernenden über die Bedeutung von Religionsfreiheit, Menschenrechten, Zivilcourage und demokratischen Werten nachdenken. Auf diese Weise fördert das Medium sowohl historisches Lernen als auch ethische Urteilsbildung und die Reflexion über die Rolle von Religion in politischen Krisenzeiten.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Das Reichskonkordat (20. Juli 1933) – „Maulkorb“ oder Rechtssicherheit für die katholische Kirche?
  • Die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ - Papst Pius XI

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