Die Anregung "Lima-Erklärung (1982)" mit 16 Seiten thematisiert einen Grundlagentext der Ökumene von 1982.
Die Konvergenzerklärung über Taufe, Eucharistie und Amt oder kurz Lima-Erklärung bzw. Lima-Papier oder Lima-Text (engl. Baptism, Eucharist and Ministry / BEM) wurde von der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Januar 1982 in Lima (Peru) verabschiedet. Sie behandelt in drei Kapiteln die Taufe, die Eucharistie und das Amt in den Kirchen und gilt als das am weitesten verbreitete und am intensivsten diskutierte Dokument der ökumenischen Bewegung.
Der Fachaufsatz „Wann kommt der Einzug ins Gelobte Land?“ von Hans Georg Link blickt auf vierzig Jahre Lima Erklärungen zu Taufe, Eucharistie und Amt zurück und analysiert deren Bedeutung für die ökumenische Bewegung. Das Medium beschreibt zunächst die Entstehung der sogenannten Lima Dokumente im Jahr 1982 durch die Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Anschließend werden die zentralen Aussagen zu Taufe, Eucharistie und kirchlichem Amt vorgestellt. Besonders hervorgehoben wird die enorme ökumenische Wirkung der Dokumente, die erstmals weitreichende Übereinstimmungen zwischen zahlreichen christlichen Kirchen sichtbar machten. Der Autor zeigt zugleich, welche Fortschritte seit 1982 erreicht wurden, etwa bei der gegenseitigen Anerkennung der Taufe, und welche Herausforderungen weiterhin bestehen, beispielsweise bei der eucharistischen Gemeinschaft oder der gegenseitigen Anerkennung kirchlicher Ämter. Der Beitrag verbindet historische Darstellung, ökumenische Theologie und aktuelle Perspektiven für die Zukunft der christlichen Einheit.