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Hans-Georg Link

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Lima-Erklärung (1982)

Veröffentlichung:9.12.1982

Die Anregung "Lima-Erklärung (1982)" mit 16 Seiten thematisiert einen Grundlagentext der Ökumene von 1982.

Die Konvergenzerklärung über Taufe, Eucharistie und Amt oder kurz Lima-Erklärung bzw. Lima-Papier oder Lima-Text (engl. Baptism, Eucharist and Ministry / BEM) wurde von der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) im Januar 1982 in Lima (Peru) verabschiedet. Sie behandelt in drei Kapiteln die Taufe, die Eucharistie und das Amt in den Kirchen und gilt als das am weitesten verbreitete und am intensivsten diskutierte Dokument der ökumenischen Bewegung.

Der Fachaufsatz „Wann kommt der Einzug ins Gelobte Land?“ von Hans Georg Link blickt auf vierzig Jahre Lima Erklärungen zu Taufe, Eucharistie und Amt zurück und analysiert deren Bedeutung für die ökumenische Bewegung. Das Medium beschreibt zunächst die Entstehung der sogenannten Lima Dokumente im Jahr 1982 durch die Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Anschließend werden die zentralen Aussagen zu Taufe, Eucharistie und kirchlichem Amt vorgestellt. Besonders hervorgehoben wird die enorme ökumenische Wirkung der Dokumente, die erstmals weitreichende Übereinstimmungen zwischen zahlreichen christlichen Kirchen sichtbar machten. Der Autor zeigt zugleich, welche Fortschritte seit 1982 erreicht wurden, etwa bei der gegenseitigen Anerkennung der Taufe, und welche Herausforderungen weiterhin bestehen, beispielsweise bei der eucharistischen Gemeinschaft oder der gegenseitigen Anerkennung kirchlicher Ämter. Der Beitrag verbindet historische Darstellung, ökumenische Theologie und aktuelle Perspektiven für die Zukunft der christlichen Einheit.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders für die gymnasiale Oberstufe in Unterrichtseinheiten zu Kirche, Ökumene, Sakramenten und christlicher Einheit. Der Text bietet den Lernenden die Möglichkeit, ökumenische Entwicklungen nicht nur als historische Ereignisse, sondern als fortlaufenden Prozess kirchlicher Verständigung wahrzunehmen. Methodisch empfiehlt sich eine arbeitsteilige Erschließung der drei Themenbereiche Taufe, Eucharistie und Amt. Gruppen können jeweils herausarbeiten, welche Gemeinsamkeiten zwischen den Kirchen erreicht wurden und welche Fragen weiterhin umstritten bleiben. Besonders gewinnbringend ist die Analyse des Begriffs „Konvergenz“, da die Lima Dokumente nicht vollständige Einigkeit, sondern Annäherungen im Verständnis des Glaubens beschreiben. Die Lernenden können diskutieren, ob Einheit notwendigerweise Gleichförmigkeit bedeutet oder ob Gemeinschaft trotz bleibender Unterschiede möglich ist. Darüber hinaus eignet sich der Text hervorragend für die Arbeit mit Quellen. Einzelne Abschnitte können analysiert und mit aktuellen ökumenischen Entwicklungen verglichen werden. Die Ausführungen zur gegenseitigen Taufanerkennung bieten einen konkreten Zugang zur Frage, wie theologische Einsichten praktische Konsequenzen für das Leben der Kirchen entfalten. In der Oberstufe kann zudem die Problematik der eucharistischen Gastfreundschaft aufgegriffen werden. Hier eröffnet sich eine kontroverse Diskussion über die Voraussetzungen gemeinsamer Abendmahlsfeiern und über die Bedeutung kirchlicher Einheit. Auch die Frage nach Frauenordination, apostolischer Tradition und kirchlichem Amt ermöglicht vertiefende Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Kirchenverständnissen. Das Medium fördert damit historisches Lernen, ökumenische Kompetenz, theologische Urteilsfähigkeit und die Bereitschaft zum respektvollen Dialog über konfessionelle Grenzen hinweg.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 5. Ökumene als Auftrag und Verpflichtung.

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