Schöne Kleider, bunte Kerzen, festliches Orgelspiel. Manchmal mutiert die Erstkommunion zu einem Theaterstück der Tradition. Das hat aber fatale Folgen für die Kirche, sagt Christian Olding. Der Inhalt der Feier verdunstet und es bleibt nur eine leere geschmückte Hülle. Damit geht der Glauben verloren und es bleibt nur Tradition, die irgendwann zerfällt.
Das Video setzt sich kritisch mit der Bedeutung und Praxis der Erstkommunion in der katholischen Kirche auseinander. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Kinder nach ihrer Erstkommunion nur selten oder gar nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen, obwohl die Eucharistie als Sakrament auf regelmäßige Wiederholung und lebenslange Begleitung angelegt ist. Das Video hinterfragt die Entwicklung der Erstkommunion zu einem vor allem familiären Festereignis, bei dem äußere Aspekte wie festliche Kleidung, Kerzen und Feierlichkeiten häufig stärker im Mittelpunkt stehen als die eigentliche religiöse Bedeutung. Gleichzeitig wird die Frage aufgeworfen, wie Menschen die tiefere Bedeutung der Eucharistie neu entdecken können. Die Eucharistie wird dabei als Feier verstanden, in der Menschen ihr Leben, ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Herausforderungen vor Gott bringen und auf Wandlung und neue Perspektiven hoffen. Das Medium regt dazu an, über die Zukunft religiöser Praxis und die Bedeutung gelebten Glaubens nachzudenken.