Das Video beschäftigt sich mit der Frage, ob religiöser Glaube vernünftig begründet werden kann und welche Bedeutung dies für die Fundamentaltheologie hat. Ausgehend von unterschiedlichen Positionen des Rationalismus und des Fideismus wird die katholische Sicht auf den Glauben vorgestellt. Der Referent erläutert, dass Glaube weder ein irrationales Gefühl noch ein blinder Sprung ins Ungewisse ist, sondern ein Akt, an dem Vernunft, freier Wille und göttliche Gnade gleichermaßen beteiligt sind. Dabei wird deutlich gemacht, dass die Vernunft die Glaubwürdigkeit religiöser Aussagen prüfen kann, der Glaube jedoch zugleich über das rein Rational Fassbare hinausweist. Anhand anschaulicher Beispiele wird gezeigt, dass Vertrauen ein grundlegender Bestandteil menschlichen Lebens ist und auch religiöser Glaube auf vernünftigem Vertrauen beruhen kann. Abschließend wird die Bedeutung dieser Überlegungen für die Fundamentaltheologie hervorgehoben, die sich mit der Begründbarkeit des Glaubens und der Glaubwürdigkeit der Offenbarung beschäftigt.
In der letzten Folge haben wir uns die theologischen Disziplinen und unter ihnen die Fundamentaltheologie, vormals Apologetik, angesehen. Wir haben gesagt, dass von ihren drei klassischen Traktaten, das erste, die demonstratio religiosa, eigentlich nicht der Theologie, sondern der Philosophie angehört. Und dabei würden es manche am liebsten auch belassen.