Harald Lesch spielt Monopoly – für die Wissenschaft! Es geht um eine berühmte Studie des amerikanischen Psychologen Paul Piff, die uns zeigt, wie Erfolg den Charakter verändert. Im Zentrum: ein nicht ganz korrektes Monopoly - Spiel. Das Experiment zeigt das die als reich ausgewählten sich für besser halten. Die Armen sind eben einfach faul und sind eine Gefahr für den Reichen. Damit entsteht ein negatives Menschenbild durch sich verschärfende Wettbewerbsbedingungen. Monopoly ist keine Basis für eine Gesellschaft. Wenn nur einer gewinnt und alle anderen verlieren, welche Gesellschaftsform hat das zur Folge? Die Angst des einen oder der wenigen vor allen anderen Menschen und den Hass aller auf den einen oder die wenigen, die Diktatur oder die Oligarchie also.
Das Video stellt ein sozialpsychologisches Experiment vor, das von Paul Piff durchgeführt und von Harald Lesch anschaulich erläutert wird. In einem veränderten Spiel von Monopoly werden zwei Personen zufällig ungleich ausgestattet, eine Person erhält deutlich bessere Startbedingungen und Vorteile im Spielverlauf. Die Beobachtungen zeigen, dass sich das Verhalten der bevorzugten Person schnell verändert. Sie tritt dominanter auf, wird selbstbewusster und deutet ihren Erfolg zunehmend als eigene Leistung. Gleichzeitig wird vergessen, dass der Vorteil auf Zufall und ungleichen Voraussetzungen beruht. Das Experiment verdeutlicht, wie Macht, Reichtum und Erfolg das Selbstbild beeinflussen und wie leicht strukturelle Ungleichheit ausgeblendet wird. Abschließend wird die Frage aufgeworfen, welche Art von Gesellschaft wünschenswert ist, eine, die Konkurrenz und Gewinner in den Mittelpunkt stellt oder eine, die auf Ausgleich und gemeinsames Wohl achtet.