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Gewaltfreie Kommunikation - Konfliktlösung und Empathie

Veröffentlichung:12.9.2023

Die Unterrichtsstunde "Gewaltfreie Kommunikation - Konfliktlösung und Empathie" mit vier Seiten thematisiert und trainiert zielführende Kommunikation. In Gruppen werden Beispiele aus dem Unterrichtsentwurf erarbeitet oder selbst entwickelt. Lösungsansätze sind ebenfalls im Material enthalten.

Diese Unterrichtsstunde ist direkt im Feld methodisch-didaktischer Kommentar beschrieben. Das Video, auf das sie sich bezieht, ist im Dropdown-Menü eingebettete Medien sowie unter "Medium öffnen" auf dieser Seite zu finden.


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Unterrichtsstunde: Gewaltfreie Kommunikation - Konfliktlösung und Empathie

(90 Minuten)


I. Einführung (15 Minuten)

Begrüßung: Beginnen Sie die Unterrichtsstunde, indem Sie die Schüler begrüßen und das Thema Gewaltfreie Kommunikation einführen.

Einführendes Video: Zeigen Sie das bereitgestellte Video "Gewaltvolle und gewaltfreie Kommunikation" und ermutigen Sie die Schüler, aufmerksam zuzuhören.

II. Diskussion (20 Minuten)

Gruppenaufteilung: Teilen Sie die Schüler in Gruppen auf und fordern Sie sie auf, die Unterschiede zwischen gewaltvoller und gewaltfreier Kommunikation zu diskutieren und Beispiele aus ihrem eigenen Leben oder der Popkultur zu nennen.

Gruppendiskussion: Lassen Sie jede Gruppe ihre Erkenntnisse teilen und ermutigen Sie die Schüler, Fragen zu stellen und ihre Gedanken zu teilen.

III. Praktische Anwendung (25 Minuten)

Rollenspiele: Bitten Sie die Schüler, in Paaren oder kleinen Gruppen Rollenspiele durchzuführen. Jede Gruppe erhält eine Konfliktsituation und soll sie zunächst gewaltvoll und dann gewaltfrei lösen.

Beobachtung und Analyse: Nach den Rollenspielen sollen die Schüler ihre Beobachtungen und Gefühle teilen und darüber sprechen, wie sich die Art der Kommunikation auf die Konfliktsituation ausgewirkt hat.


Szenario: Ein Konflikt zwischen Schulfreunden wegen eines Missverständnisses


Sophie und Lukas waren seit Jahren beste Freunde. Doch in letzter Zeit schien ihre Freundschaft aufgrund eines Missverständnisses auf der Kippe zu stehen. Sophie hatte gehört, dass Lukas auf einer Party gewesen war, zu der er sie nicht eingeladen hatte. Sie fühlte sich verletzt und vernachlässigt.


Gewaltvolle Phase:


Sophie: "Warum hast du mir nicht gesagt, dass du auf die Party gegangen bist? Bin ich dir nicht mehr wichtig?"

Lukas: "Was redest du da? Natürlich bist du mir wichtig, aber ich dachte, du wolltest nicht kommen, weil du schon andere Pläne hattest."

Sophie: "Das ist überhaupt keine Entschuldigung. Du hättest mich trotzdem fragen sollen!"

Die Diskussion wurde lauter und drohte in einen handfesten Streit auszubrechen.


Gewaltfreie Lösung:

Glücklicherweise erkannten Sophie und Lukas, dass sie sich in einer unglücklichen Situation befanden und ihre Freundschaft ihnen beiden viel bedeutete. Sie beschlossen, einen Schritt zurückzutreten und die Dinge in Ruhe zu klären.

Sophie: "Lass uns darüber sprechen, was passiert ist, ohne uns anzuschreien."

Lukas stimmte zu, und sie setzten sich an einen ruhigen Ort, um zu reden. Lukas erklärte, dass er Sophie nicht ausgeladen hatte, sondern dass er dachte, sie sei bereits anderweitig verplant gewesen. Sophie wiederum erklärte, dass sie von der Party gehört hatte und sich verletzt fühlte, weil Lukas sie nicht gefragt hatte.

Die beiden Freunde erkannten, dass das Missverständnis auf einem Kommunikationsproblem beruhte. Sie entschuldigten sich gegenseitig für das Fehlverständnis und versprachen, in Zukunft offener und ehrlicher miteinander zu sein. Außerdem beschlossen sie, ihre Freundschaft zu stärken, indem sie gemeinsam Zeit verbrachten und sich regelmäßiger austauschten.

Die Situation wurde durch die gewaltfreie Kommunikation gelöst, und Sophie und Lukas konnten ihre enge Freundschaft wiederaufleben lassen. Sie lernten, wie wichtig es ist, Missverständnisse zu klären und Konflikte friedlich zu lösen, um ihre Beziehung zu pflegen.


Szenario: Ein Nachbarschaftsstreit


In einer ruhigen Wohngegend kam es zu einer Konfliktsituation zwischen zwei Nachbarn, Frau Müller und Herrn Schmidt. Der Konflikt begann, als Herr Schmidt seinen Gartenzaun erweitern wollte und dabei versehentlich einen Teil von Frau Müllers Blumenbeet beschädigte. Frau Müller war über diesen Vorfall sehr verärgert und ging wütend zu Herrn Schmidt, um ihm Vorwürfe zu machen. Die Situation drohte gewaltvoll zu eskalieren, da beide Parteien sich lautstark anschrien und gegenseitig beschuldigten.


Gewaltvolle Phase:

Frau Müller: "Wie können Sie so rücksichtslos sein und meinen Garten zerstören? Das ist inakzeptabel!"

Herr Schmidt: "Das war ein Versehen, ich werde dafür sorgen, dass der Schaden repariert wird. Beruhigen Sie sich!"

Die Situation schien zu eskalieren, als Frau Müller mit erhobener Stimme fortfuhr: "Das reicht mir nicht! Sie sollten sich schämen!"


Gewaltfreie Lösung:

In diesem Moment erkannten beide, dass ihre hitzigen Worte die Situation nur noch schlimmer machten. Sie beschlossen, einen Schritt zurückzutreten und sich zu beruhigen.


Frau Müller: "Vielleicht sollten wir uns hinsetzen und vernünftig darüber sprechen, wie wir dieses Problem lösen können."

Herr Schmidt stimmte zu, und sie setzten sich in Ruhe zusammen, um über mögliche Lösungen zu diskutieren. Nach einer längeren, sachlichen Unterhaltung einigten sie sich darauf, dass Herr Schmidt den Schaden am Blumenbeet von Frau Müller reparieren und zusätzlich einige neue Blumen für sie pflanzen würde, um das Missgeschick wieder gutzumachen.

Gemeinsam machten sie einen Plan, wie die Reparatur und die Bepflanzung des Blumenbeets stattfinden würden. Sie schüttelten sich die Hände, um ihre Vereinbarung zu besiegeln, und entschuldigten sich aufrichtig füreinander. Die Nachbarschaft war gerettet, und aus einem gewaltvollen Konflikt war eine friedliche Lösung hervorgegangen, die das Zusammenleben in der Nachbarschaft wieder harmonischer gestaltete.



IV. Präsentation der praktischen Anwendung (10 Minuten)

Gruppenpräsentation: Jede Gruppe soll kurz ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus den Rollenspielen präsentieren und aufzeigen, wie gewaltfreie Kommunikation zu besseren Ergebnissen führen kann.

V. Reflexion und Zusammenfassung (10 Minuten)

Klassenreflexion: Leiten Sie eine offene Diskussion über die Bedeutung der gewaltfreien Kommunikation ein und fragen Sie die Schüler, wie sie diese Prinzipien in ihrem täglichen Leben anwenden können.

VI. Hausaufgabe (5 Minuten)

Hausaufgabe: Geben Sie den Schülern eine Aufgabe, bei der sie eine Alltagssituation identifizieren sollen, in der gewaltfreie Kommunikation angewendet werden kann. Sie sollen darüber nachdenken, wie sie die Situation gewaltfrei angehen können.

VII. Abschließende Worte (5 Minuten)

Zusammenfassung: Fassen Sie die wichtigsten Lektionen und Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation zusammen und betonen Sie deren Bedeutung für zwischenmenschliche Beziehungen.

VIII. Zusätzliche kreative Ideen (5 Minuten)

Kreative Übung: Schlagen Sie den Schülern vor, ein Gedicht, ein Lied oder eine kurze Geschichte zu schreiben, die die Ideen der gewaltfreien Kommunikation auf kreative Weise veranschaulicht.

Rollenspielwettbewerb: Bieten Sie den Schülern die Möglichkeit, in Teams kurze Szenen zu erstellen und aufzuführen, in denen sie gewaltfreie Kommunikation praktizieren. Belohnen Sie die kreativsten und überzeugendsten Darstellungen.

Durch diese Unterrichtsstunde sollen die Schüler nicht nur ein besseres Verständnis für gewaltfreie Kommunikation entwickeln, sondern auch praktische Fähigkeiten erwerben, die ihnen helfen, Konflikte auf respektvolle und empathische Weise zu lösen.

Methoden:

Videoanalyse

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Sprouts Deutschland

12.9.2023

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe II

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.5 Zukunft der Erde, Zukunft des Menschen und kirchliche Positionen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 7. Wie sollen/wollen wir leben?.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 3. Pluralität der Lebensformen: Dasein für andere und mit anderen.

Text

urheberrechtlich geschützt

12.9.2023

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Unterrichtsstunde

Menschen & Welt

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Problemlösen und Handeln ,Analysieren und Reflektieren

mittel

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