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TerraX | ZDF

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Hat Gott die Welt erschaffen?

Harald Lesch

Veröffentlichung:22.2.2017

Die Frage, wer die Welt erschaffen hat, treibt die Menschen seit Jahrtausenden um. Eine eindeutige Antwort konnte noch niemand darauf geben - Harald Lesch erklärt, warum. Kreationisten und intelligent Designvertreter lesen die Bibel wörtlich. Die Welt ist so komplex, sie hätte sich nicht durch Zufall und Evolution entwickeln können, so lauten ihre Argumente. Wale haben auch Hinterbeine. Ein Designer hätte diese wohl nicht integriert. In Wissenschaft wird nicht nach göttlichen Gründen gesucht, es muss deshalb aber noch keine gottlose Veranstaltung sein.

Das Video setzt sich mit der grundlegenden Frage auseinander, ob der Mensch von Gott geschaffen wurde oder ein Produkt der Evolution ist. In anschaulicher und argumentativer Weise erklärt Harald Lesch zentrale Aspekte der Evolutionstheorie und stellt sie der Vorstellung des Kreationismus und der Idee eines intelligenten Designs gegenüber. Anhand konkreter Beispiele wie körperlicher Merkmale des Menschen und Vergleichen im Tierreich wird gezeigt, dass viele Strukturen auf gemeinsame Abstammung hinweisen. Gleichzeitig wird die historische Spannung zwischen wissenschaftlicher Erklärung und religiösem Glauben thematisiert. Das Medium betont, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ohne Bezug auf Gott arbeiten, aber dennoch nicht zwangsläufig im Widerspruch zu religiösen Überzeugungen stehen müssen. Vielmehr wird kritisch hinterfragt, ob ein Gottesbild sinnvoll ist, das nur dort eingesetzt wird, wo wissenschaftliche Erklärungen fehlen.

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Für den Religionsunterricht bietet dieses Medium vielfältige didaktische Möglichkeiten, da es ein zentrales Spannungsfeld zwischen Glaube und Wissen aufgreift, das viele Lernende beschäftigt. Ein sinnvoller Einstieg kann über die Leitfrage erfolgen, woher der Mensch kommt, verbunden mit einer ersten Sammlung von Vorstellungen der Lernenden. Anschließend kann das Video in Abschnitten betrachtet werden, wobei Lernende gezielt Argumente für die Evolutionstheorie und für religiöse Deutungen herausarbeiten. Methodisch eignet sich hier besonders eine strukturierte Gegenüberstellung in Form von Tabellen oder Diskussionen in Kleingruppen. Wichtig ist dabei, dass Lernende lernen, unterschiedliche Perspektiven wertschätzend zu betrachten, ohne vorschnell zu bewerten. Eine Vertiefung kann durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Gottesbildern erfolgen, insbesondere mit der Kritik am sogenannten Lückenbüßer Gott. Darüber hinaus kann eine Verbindung zur eigenen Lebenswelt hergestellt werden, indem Lernende reflektieren, ob und wie sich Glaube und naturwissenschaftliches Denken für sie persönlich vereinbaren lassen. Ziel ist es, Urteilskompetenz zu fördern, indem Lernende erkennen, dass Wissenschaft und Religion unterschiedliche Fragen stellen und unterschiedliche Zugänge zur Wirklichkeit bieten. Auch eine fächerübergreifende Zusammenarbeit mit dem Biologieunterricht ist hier besonders gewinnbringend.

Video

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12.2.2021

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Anregung

Menschen & Welt ,Gott

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