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Terra X Lesch & Co | ZDF

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Wie kann ein allmächtiger Gott das Böse zulassen?

Harald Lesch

Veröffentlichung:19.6.2019

Das Video greift die zentrale Frage auf, warum die Welt ungerecht erscheint, selbst wenn man die Existenz Gottes annimmt. In einem dialogischen Gespräch zwischen Harald Lesch und Thomas Schwarz wird deutlich, dass Ungerechtigkeit nicht einfach Gott zugeschrieben werden kann. Vielmehr wird argumentiert, dass die Welt durch Naturgesetze geprägt ist und der Mensch als freies Wesen Verantwortung trägt. Ungerechtigkeiten entstehen demnach auch durch menschliches Handeln und durch die Struktur einer Welt, die nicht vollkommen vorhersehbar ist. Gott wird dabei nicht als Erklärung für alles verstanden, sondern eher als Hoffnungsperspektive. Zudem wird betont, dass gerade die Unvollkommenheit und Offenheit der Welt Voraussetzungen für Freiheit, Entwicklung und Verantwortung sind. Abschließend wird mit einem Gedanken von Tomáš Halík hervorgehoben, dass Glaube, Hoffnung und Liebe Geduld im Umgang mit Gott und der Welt erfordern.

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Für den Religionsunterricht bietet dieses Medium einen besonders geeigneten Zugang zu einer der klassischen Theodizee Fragen, die Lernende häufig selbst beschäftigen. Ein möglicher Einstieg kann über persönliche Erfahrungen von Ungerechtigkeit erfolgen, um die Relevanz des Themas lebensweltlich zu verankern. Anschließend kann das Gespräch im Medium analysiert werden, indem Lernende die unterschiedlichen Positionen herausarbeiten und vergleichen. Methodisch eignet sich eine strukturierte Partner oder Gruppenarbeit, in der Argumente gesammelt und kritisch reflektiert werden. Eine wichtige Zielsetzung besteht darin, dass Lernende erkennen, dass es keine einfachen Antworten auf komplexe Fragen gibt, sondern verschiedene Deutungsmöglichkeiten nebeneinander bestehen können. Besonders fruchtbar ist die Diskussion über die Rolle des freien Willens und die Verantwortung des Menschen für mehr Gerechtigkeit. Auch ein Perspektivwechsel kann angeregt werden, indem Lernende eigene Antworten formulieren oder in Rollenspielen unterschiedliche Positionen vertreten. Darüber hinaus kann das Medium genutzt werden, um philosophische und theologische Denkweisen miteinander zu verbinden und die Fähigkeit zur differenzierten Urteilsbildung zu stärken. Die Auseinandersetzung fördert somit sowohl die ethische Reflexion als auch die persönliche Sinnsuche.

Hessen

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10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

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