Das Video greift die zentrale Frage auf, warum die Welt ungerecht erscheint, selbst wenn man die Existenz Gottes annimmt. In einem dialogischen Gespräch zwischen Harald Lesch und Thomas Schwarz wird deutlich, dass Ungerechtigkeit nicht einfach Gott zugeschrieben werden kann. Vielmehr wird argumentiert, dass die Welt durch Naturgesetze geprägt ist und der Mensch als freies Wesen Verantwortung trägt. Ungerechtigkeiten entstehen demnach auch durch menschliches Handeln und durch die Struktur einer Welt, die nicht vollkommen vorhersehbar ist. Gott wird dabei nicht als Erklärung für alles verstanden, sondern eher als Hoffnungsperspektive. Zudem wird betont, dass gerade die Unvollkommenheit und Offenheit der Welt Voraussetzungen für Freiheit, Entwicklung und Verantwortung sind. Abschließend wird mit einem Gedanken von Tomáš Halík hervorgehoben, dass Glaube, Hoffnung und Liebe Geduld im Umgang mit Gott und der Welt erfordern.