Johannes ist ja bekannt für seine komplexe Theologie. Aber beim heutigen Evangelium bleibe ich an etwas ganz banalem hängen: die Bedeutung von Kennen und Erkennen. Kennen und erkennen sind zwei Worte, die zunächst sehr ähnlich klingen. Aber wenn man sich den Text des Evangelium anschaut, könnten sie fast nicht gegensätzlicher sein! Johannes sagt dort: „Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, damit er Israel offenbart wird.“ Und später: „Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist der Sohn Gottes.“
Das Video betont den Unterschied zwischen "kennen" und "erkennen". Johannes im Evangelium sagt, dass er Jesus zunächst nicht kannte, aber durch die Taufe erkannt hat, wer Jesus ist. Die Unkenntnis von Johannes ist keine Schwäche, sondern eine Offenheit für das Neue. Im Gegensatz dazu bedeutet "kennen" oft, dass man etwas auf seinen eigenen Kenntnishorizont begrenzt und keine Überraschungen zulässt. Es wird die Frage gestellt, wie viel Unsicherheit und Offenheit wir uns selbst und anderen gegenüber erlauben. Die Botschaft des Glaubens erfordert eine Haltung des Nicht-Wissens und des Staunens. Es wird betont, dass Gott im offenen und achtsamen Umgang mit anderen Menschen präsent ist. Die Haltung des Nicht-Wissens ermöglicht die größte Erkenntnis. Es wird angeregt, über diese Ideen nachzudenken. Das Video endet mit Segenswünschen für den Sonntag und die kommende Woche.