Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders als motivierender Einstieg in Unterrichtseinheiten zu Kirche, Konfessionen, Kirchengeschichte, Ökumene oder christlicher Identität. Aufgrund seiner klaren Struktur und seines hohen Tempos bietet es sich an, zunächst eine Sammelphase durchzuführen, in der Lernende ihr Vorwissen zu katholischer, evangelischer und orthodoxer Kirche zusammentragen. Während der Rezeption können Arbeitsaufträge eingesetzt werden, bei denen wichtige historische Stationen, Ursachen von Kirchenspaltungen und Merkmale einzelner Konfessionen festgehalten werden. Sinnvoll ist die Arbeit mit einer Zeitleiste, die von den Lernenden parallel zum Video erstellt und anschließend ergänzt wird. In arbeitsteiliger Gruppenarbeit können einzelne historische Ereignisse wie das Konzil von Chalkedon, das Schisma von 1054 oder die Reformation vertieft untersucht und präsentiert werden. Besonders gewinnbringend ist die Diskussion der Frage, ob Vielfalt innerhalb des Christentums eher eine Stärke oder eine Schwäche darstellt. Hierzu können kontroverse Positionen entwickelt und in einer Debatte vertreten werden. Ebenso eignet sich das Medium für einen Vergleich verschiedener Kirchen anhand von Kriterien wie Gottesdienst, Kirchenverständnis, Autorität, Sakramente oder Bibelverständnis. In höheren Jahrgangsstufen kann das Video als Ausgangspunkt dienen, um ökumenische Bemühungen der Gegenwart kritisch zu analysieren und die Bedeutung christlicher Einheit in einer pluralen Gesellschaft zu reflektieren. Durch seine Verbindung von historischem Überblick und aktueller Fragestellung eröffnet das Medium zahlreiche Möglichkeiten für problemorientiertes, kooperatives und urteilsbildendes Lernen.