„Gott hat uns nicht gegeben den Geister der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ - und deshalb schreckt SOMMERS WELTLITERATUR auch nicht davor zurück, die kleine Fiktion, mit der wir den ersten Brief des Paulus an Timotheus erklärt haben, beim zweiten Exemplar seiner Art weiterzutreiben - diesmal allerdings in nur viereinhalb Minuten.
Im zweiten Brief an Timotheus schreibt Paulus (oder wahrscheinlicher: Jemand, der den Namen des Apostels Paulus und dieses Format später benutzt) über das Durchhalten im Glauben, auch wenn man Angriffen ausgesetzt ist. Er warnt vor Geschwätz und Irrlehrern, rät, immer höflich aber bestimmt gegenüber Gegnern des Glaubens zu sein und erklärt vielleicht auch ein wenig die Forderung, dass Frauen sich unterordnen sollen (wie sie im ersten Brief an Timotheus zum Ausdruck kommt) - denn Frauen seien Irrlehrern gegenüber besonders anfällig. Der Autor mahnt, sich an die „Heilige Schrift“ zu halten und formuliert eine Art von Testament, weil er selbst jetzt von Gott abberufen werde.