„Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“ - Nein, das meint er nicht so, lesen generell ist super, es geht hier mehr um Gottes Geist als beste Empfehlung für einen Apostel, aber schauen Sie sich den Kontext selber an, wenn SOMMERS WELTLITERATUR den Zweiten Korintherbrief in sechs Minuten zusammenfasst.
Der Ärger mit der Gemeinde in Korinth hat nach dem ersten Brief nicht aufgehört, die Korrespondenz zieht sich noch länger hin. Paulus schreibt einen (leider verloren gegangenen) „Tränenbrief“ an die Korinther, als er selbst in Ephesus eine Krise hat (möglicherweise sitzt er dort im Knast) und lässt ihn von seinem Mitarbeiter Titus den Korinthern überbringen. Anschließend will er eigentlich selbst zu ihnen, entscheidet sich aber um und geht nach Makedonien. Hier erreicht ihn Titus mit der Antwort der Korinther - sie bitten Paulus um Verzeihung. Paulus ist hocherfreut und schreibt einen weiteren Brief an die Gemeinde - und das ist der vorliegende Brief. Gut, vielleicht waren es auch zwei, die später zusammengeklebt wurden - wie auch immer. Inhaltlich erklärt der Apostel, wie er seinen Job versteht, vor allem wirbt er für die göttliche Crazyness, die größte Macht durch die größte Schwäche auszudrücken. Er wirbt für eine Geldsammlung zugunsten der Jerusalemer Gemeinde, warnt vor falschen „Superaposteln“ in Korinth und wird noch einmal ganz persönlich, indem er von einer Krankheit berichtet, die ihn besonders gut zum Apostel qualifiziert.