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Die Bibel to go | Sommers Weltliteratur

Die Bibel to go | Sommers Weltliteratur

Der erste Brief des Paulus an die Korinther

Veröffentlichung:27.6.2021

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“ - Ja, dafür möchte man ihn knuddeln, den Paulus, es gibt aber auch andere Stellen in diesem Korintherbrief, die nicht so freundlich daher kommen, wie SOMMERS WELTLITERATUR in acht Minuten zusammenfasst.

Paulus ist auf seiner dritten Missionsreise (vermutlich im Frühjahr 54 n. Chr.) in Ephesus, als er beunruhigende Neuigkeiten aus der Gemeinde in Korinth erhält. Dort geht es sowohl äußerlich als auch theologisch drunter und drüber. Mit seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth (der nicht der erste ist, aber der erste, der erhalten geblieben ist), versucht er einige Fragen zu klären. Um zu verdeutlichen, wie revolutionär die Botschaft von der Kreuzigung und Auferstehung Jesu ist, nennt Paulus sie eine „Torheit“ in den Augen der Welt und sich selbst einen Clown. Die Gemeinde war wohl hier und da zu anmaßend und er versucht sie auf diese Weise zur Bescheidenheit zu motivieren. Er gibt ihnen äußerliche Hinweise für das Gemeindeleben, z.B. einig zu sein, Verbrecher aller Art auszuschließen, Sex nur in der Ehe aber am besten gar nicht zu praktizieren, das Abendmahl nicht mit Götzenopfern zu vermischen, er spricht von den unterschiedlichen Gaben der Gemeindeglieder und der wichtigsten, nämlich der Liebe, in einem sehr bewegenden Text. Fast nebenbei erwähnt er, dass Frauen in der Gemeinde zu schweigen haben (viele Bibelwissenschaftler gehen heutzutage davon aus, dass dieser misogyne Abschnitt eine nachträgliche Hinzufügung ist). Er geht noch einmal auf den Kern der Guten Nachricht ein, dann verabschiedet er sich.

Das Video bietet eine unterhaltsame und zugleich inhaltlich fundierte Einführung in den Ersten Korintherbrief des Paulus. Ausgehend von der Situation der christlichen Gemeinde in Korinth werden die vielfältigen Herausforderungen dargestellt, mit denen die junge Kirche konfrontiert war. Thematisiert werden Streit und Spaltungen innerhalb der Gemeinde, Fragen der christlichen Lebensführung, Ehe und Sexualität, die Feier des Abendmahls, geistliche Gaben, die Auferstehung Jesu Christi sowie die Bedeutung von Glaube, Hoffnung und Liebe. Besonderes Gewicht erhält das berühmte Hohelied der Liebe, das als zentraler theologischer Höhepunkt des Briefes vorgestellt wird. Darüber hinaus werden auch problematische und kontrovers diskutierte Aussagen des Briefes aufgegriffen und aus heutiger Perspektive reflektiert. Das Video vermittelt dadurch einen lebendigen Überblick über die wichtigsten Inhalte und Fragestellungen des Ersten Korintherbriefes.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders als motivierender Einstieg in die paulinische Briefliteratur oder als strukturierende Zusammenfassung einer Unterrichtseinheit zum Apostel Paulus. Die humorvolle Darstellung erleichtert Lernenden den Zugang zu einem komplexen biblischen Text und eröffnet zahlreiche Anknüpfungspunkte für vertiefende Lernprozesse. Didaktisch bietet sich eine Arbeit mit zentralen Konfliktfeldern der korinthischen Gemeinde an, etwa zu den Themen Gemeinschaft, Vielfalt, Verantwortung, Liebe, Freiheit und Glaubenspraxis. Lernende können untersuchen, welche Probleme die Gemeinde beschäftigten und welche Lösungsansätze Paulus entwickelt. Besonders geeignet sind Gruppenarbeiten, in denen unterschiedliche Kapitel des Briefes erschlossen und anschließend präsentiert werden. Das Hohelied der Liebe bietet vielfältige Möglichkeiten für kreative Zugänge, beispielsweise durch die Gestaltung moderner Liebesdefinitionen, die Analyse aktueller gesellschaftlicher Werte oder den Vergleich mit heutigen Vorstellungen gelingender Beziehungen. Kontroverse Aussagen des Briefes über Frauen, Sexualität oder Gemeindeleitung können im Rahmen einer historisch kritischen Bibelauslegung diskutiert werden. Dabei lernen die Lernenden zwischen historischem Kontext und gegenwärtiger Relevanz zu unterscheiden. Darüber hinaus eignet sich das Medium für Debatten über die Frage, wie christliche Gemeinden mit Konflikten umgehen sollten und welche Bedeutung Vielfalt innerhalb einer Gemeinschaft haben kann. Für die gymnasiale Oberstufe kann das Video zudem genutzt werden, um die paulinische Theologie mit aktuellen ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen in Beziehung zu setzen. Auf diese Weise fördert das Medium sowohl theologisches Wissen als auch Urteilsfähigkeit, Perspektivwechsel und Reflexionskompetenz.

Hessen

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Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.1 Selbstverständnis der Kirche.

Q4.2 Sendung und Auftrag der Kirche.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/1 Jesus Christus und die Kirche

12.1 / 1. Botschaft und Anspruch Jesu und das Selbstverständnis der frühen Kirche.

12.1 / 2. Der Geist Jesu Christi als Lebensprinzip der Gemeinde.

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