„Kommt, lasst uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, dass wir nicht weiter ein Gespött seien!“ - Mit diesem Aufruf spuckt der Beamte (!) Nehemia in die Hände und im Nu bauen die heimgekehrten Israeliten die Mauern von Jerusalem wieder auf - bei uns dauert dieser Bau trotz Zwischenstopps weniger als sechs Minuten.
Nehemia ist Jude, aber hoher Beamter des persischen Königs. Als er über die Verwüstung der alten Heimat traurig ist, schickt sein netter Chef ihn nach Jerusalem und stellt ihm sogar Baumaterial zur Verfügung. Nehemia leiert ein Crowdbuildingprojekt zur Wiedererrichtung der Jerusalemer Stadtmauer an, aber natürlich ruft dieses Gemeinschaftswerk sofort Hater auf den Plan. Diese versuchen intensiv, das Projekt zu sabotieren, können seine Fertigstellung aber am Ende nicht verhindern. Die Mauer wird eingeweiht, der Bund mit Gott wird (mit der Hilfe von Esra) wieder erneuert - gleichzeitig werden aber vehement alle Fremden aus der Gemeinde ausgeschlossen. Und Nehemia räumt in Israel auf.
Das Video erzählt die Geschichte des jüdischen Beamten Nehemia, der im persischen Exil eine bedeutende Stellung am Königshof innehat und sich für den Wiederaufbau Jerusalems einsetzt. Nachdem er von den schwierigen Zuständen in seiner Heimat erfährt, erhält er die Erlaubnis des persischen Königs, nach Jerusalem zurückzukehren. Dort organisiert er den Wiederaufbau der zerstörten Stadtmauer, begegnet zahlreichen äußeren und inneren Widerständen und fördert zugleich soziale Reformen innerhalb der Gemeinschaft. Gemeinsam mit dem Schriftgelehrten Esra trägt er zur religiösen Erneuerung des Volkes bei, indem die Tora öffentlich verlesen und das Leben neu an Gottes Geboten ausgerichtet wird. Das Video zeigt Nehemia als engagierten Organisator, mutigen Leiter und überzeugten Reformer. Gleichzeitig werden auch problematische Aspekte des Buches angesprochen, insbesondere die strikte Abgrenzung gegenüber Fremden und Mischehen, die aus heutiger Perspektive kritisch betrachtet werden müssen. Dadurch vermittelt das Video sowohl die Hoffnungen des Wiederaufbaus als auch die Spannungen einer Gemeinschaft, die nach einer tiefen Krise ihre Identität neu sucht.