Obwohl sie bereits im Mädchenalter niemand ist, der sich leicht desillusionieren lässt. Im Gegenteil: Wenn Ursule Rasolomanana sich etwas vornimmt, dann hält sie daran fest. Zur Schule wird sie nie wieder gehen können, das weiß die 28-Jährige. Sie hat drei Kinder, für die sie sorgen muss, und das bedeutet harte Arbeit auf dem Land in einer Region, in der jedes zweite Kind mangelernährt ist. Auch ihre eigene Familie kennt die Zeiten des Mangels. Die siebenjährige Tochter Chanya will deshalb niemals heiraten, sondern als Ordensschwester an einer Schule unterrichten – weil es dann immer Mittagessen gibt.
Das Video porträtiert die Lebensgeschichte einer jungen Bäuerin namens Ursula, die trotz schwieriger Lebensbedingungen große Ziele verfolgt. Nach dem frühen Tod ihres Vaters musste sie die Schule bereits nach der siebten Klasse verlassen, da ihre Familie das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem Dorf und träumt davon, einen nachhaltigen Bauernhof mit Baumschule und Garten aufzubauen. Besonders eindrucksvoll schildert das Medium die Bedeutung von Bildung, Gemeinschaft und Eigeninitiative für die persönliche Entwicklung und die Zukunft des Dorfes. Durch die Mitgliedschaft in einem Frauenverein lernte Ursula, Ressourcen zu planen, Rücklagen zu bilden und langfristige Projekte umzusetzen. So konnte ihre Familie Schritt für Schritt ein eigenes Haus errichten. Ihr größter Wunsch ist jedoch die Gründung einer Schule für die Kinder des Dorfes, damit diese bessere Bildungschancen erhalten. Das Video macht deutlich, wie Frauen durch Bildung, Zusammenarbeit und gesellschaftliches Engagement zur Entwicklung ihrer Gemeinschaft beitragen können.