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Antisemitismus

musstewissen Geschichte

Veröffentlichung:26.4.2018

Welche Formen von Antisemitismus gibt es und wie sind sie entstanden? Religionsbezogene Vorurteile und Gründe für Verfolgung werden durch auf "Rasse" bezogene Vorurteile abgelöst. Damit folgt auch der Antisemitismus der Aufklärung insofern, dass neue "pseudowissenschaftliche" Argumente für Antisemitismus entwickelt werden.

Das Video greift die Debatte um die Echo Verleihung 2018 auf und ordnet sie in einen größeren historischen Zusammenhang ein. Im Zentrum steht die Frage, wie Antisemitismus entsteht, wie er sich verändert und warum er bis in die Gegenwart wirksam bleibt. Ausgehend von der älteren Judenfeindschaft des Mittelalters zeigt das Medium, wie sich in der Neuzeit neue scheinbar nicht religiöse Begründungen für Ausgrenzung und Vorurteile entwickelten. Es erläutert, wie aus religiös begründeter Ablehnung ein moderner Antisemitismus wurde, der mit Vorstellungen von Volk, Rasse und angeblich festen Eigenschaften von Menschen arbeitete. Deutlich wird außerdem, wie antisemitische Deutungen besonders nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland an Einfluss gewannen, von den Nationalsozialisten radikalisiert wurden und schließlich in Entrechtung, Verfolgung und Massenmord mündeten. Zugleich macht das Medium klar, dass Antisemitismus kein abgeschlossenes Thema der Vergangenheit ist, sondern auch heute in Sprache, Musik, Öffentlichkeit und Alltag weiterwirkt.

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Für den Religionsunterricht ist das Video besonders geeignet, wenn es um Antisemitismus, Erinnerungskultur, Menschenwürde und die Verantwortung gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit geht. Es bietet einen gut nachvollziehbaren historischen Zugang und verbindet aktuelle Debatten mit Grundfragen ethischer und religiöser Bildung. Methodisch empfiehlt es sich, das Medium nicht nur als Informationsquelle zu nutzen, sondern auch als Anlass zur kritischen Sprachreflexion. Lernenden können herausarbeiten, wie Vorurteile sprachlich funktionieren, wie Feindbilder entstehen und warum Wiederholungen von abwertenden Aussagen gesellschaftlich gefährlich sind. Sinnvoll ist zunächst eine strukturierende Erarbeitung zentraler Begriffe wie Judenfeindschaft, Antisemitismus, Vorurteil, Stereotyp, Ausgrenzung und Menschenwürde. Anschließend kann in arbeitsteiliger Gruppenarbeit untersucht werden, welche historischen Phasen das Medium beschreibt und wie sich die Formen des Antisemitismus jeweils verändern. Sehr gewinnbringend ist auch eine Analyse der Argumentation des Mediums: Was wird erklärt, was wird zugespitzt, welche Beispiele werden genannt und welche Wirkung erzeugt die Sprache. So lernen die Lernenden, zwischen Information, Deutung und Wertung zu unterscheiden. Im Unterrichtsgespräch kann dann die Brücke zur Gegenwart geschlagen werden, etwa mit der Frage, warum historische Kenntnisse für heutige Debatten wichtig sind. Auch der Bezug zu Artikel 1 des Grundgesetzes eröffnet eine wichtige Perspektive für den Religionsunterricht, weil hier die Würde jedes Menschen als unverzichtbare Grundlage des Zusammenlebens sichtbar wird. Die Lehrkraft sollte den Einsatz des Mediums sensibel begleiten, klare Gesprächsregeln vereinbaren und einen geschützten Raum für Reflexion schaffen, da das Thema emotional belastend sein kann. Besonders geeignet ist das Medium für höhere Jahrgangsstufen, in denen historisches Lernen, ethische Urteilsbildung und politische Sensibilität miteinander verbunden werden sollen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.3. Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.2 Dem Zeitgeist widerstehen: Kirche und Diktatur.

Video

Standard Lizenz auf You Tube

11.2.2021

Interreligiöser Dialog

Anregung

Menschen & Welt ,Religionen

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren

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