Dieses Video untersucht das Gottesbild auch bezogen auf männliche und weibliche Vorstellungen von Gott.
Das Video beschäftigt sich mit der Frage, ob Gott als Mann verstanden werden kann und warum Gott im Christentum dennoch häufig mit männlichen Bezeichnungen angesprochen wird. Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass Gott nach christlichem Verständnis weder männlich noch weiblich ist, sondern als reiner Geist über menschliche Geschlechterkategorien hinausgeht. Anschließend wird erläutert, weshalb Jesus Gott dennoch als Vater bezeichnet und seinen Jüngern das Vaterunser lehrt. Mithilfe religionswissenschaftlicher Überlegungen zeigt das Video, dass männliche und weibliche Gottesbilder in verschiedenen Kulturen unterschiedliche symbolische Bedeutungen besitzen. Weibliche Gottheiten werden häufig mit Fruchtbarkeit, Erde und Natur verbunden, während männliche Gottheiten eher für Transzendenz und die Übersteigung der Welt stehen. Vor diesem Hintergrund wird die Anrede Gottes als Vater nicht biologisch verstanden, sondern als Ausdruck einer bestimmten theologischen Aussage über Gottes Verhältnis zur Welt. Das Video betont zugleich, dass keine menschliche Bezeichnung Gott vollständig erfassen kann, religiöse Sprachbilder jedoch nicht beliebig austauschbar sind.