Dieses Video thematisiert das christliche Wunderverständnis. Die göttliche Selbstmitteilung und Offenbarung nutzt Wunder nicht um ihrer selbst Willen, sondern um etwas Wunderbares mit den von Gott geliebten Wesen zu teilen. Das Gute ist sich selbstmitteilend.
Das Video setzt sich mit der Frage auseinander, was unter einem Wunder aus christlicher Perspektive zu verstehen ist. Ausgangspunkt ist die Unterscheidung zwischen natürlichen Vorgängen und einem unmittelbaren Eingreifen Gottes. Anhand des Wasserkreislaufs wird zunächst erläutert, wie natürliche Ursachenketten funktionieren. Anschließend wird erklärt, dass Gott nach klassischem christlichem Verständnis nicht als verborgenes Element innerhalb dieser Naturvorgänge wirkt, sondern als die erste Ursache, die allen Dingen Existenz verleiht und die gesamte Schöpfung trägt. Vor diesem Hintergrund werden Wunder als besondere Ereignisse beschrieben, bei denen Gott unmittelbar wirkt. Dabei werden zwei Formen unterschieden: Zum einen kann Gott Wirkungen hervorbringen, die normalerweise durch natürliche Ursachen entstehen würden, etwa eine Heilung. Zum anderen kann Gott Ereignisse bewirken, die die Möglichkeiten natürlicher Ursachen grundsätzlich übersteigen, wie die Auferstehung Jesu Christi oder die Gegenwart Christi in der Eucharistie. Das Video betont, dass Wunder nicht als Widerspruch zur Natur verstanden werden sollen, sondern als Wirklichkeiten, die über die Natur hinausweisen.