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Erzbistum KölnImpulse zur Zeit  Guido Hunze

Erzbistum Köln,

Impulse zur Zeit ,

Guido Hunze

Schöpfungsvisionen – mitten im Chaos

Veröffentlichung:1.1.1970

Die Anregung "Schöpfungsvisionen – mitten im Chaos" mit vier Seiten zeigt die Zukunft der Kirche im Bezug auf Nachhaltigkeit auf. Dabei wird der Naturbegriff und der Schöpfungsbegriff diskutiert. Beide werden heute gleichgesetzt. Eine Differenzierung ist jedoch dringend geboten, da der Begriff Schöpfung die Gottesbeziehung inkludiert. Natur existiert einfach, Schöpfung beinhaltet eine Verantwortung, wie sie in der Genesis formuliert wurde.

Der Basisartikel von Guido Hunze setzt sich kritisch mit dem theologischen Begriff der Schöpfung im Kontext von Nachhaltigkeit, Umweltbildung und religiöser Bildung auseinander. Der Autor zeigt, dass Schöpfung in kirchlichen und gesellschaftlichen Debatten häufig lediglich als Synonym für Umwelt verwendet wird und dadurch ihre eigentliche theologische Bedeutung verliert. Schöpfung wird als Beziehungsbegriff verstanden, der die Welt in ihrer Beziehung zu Gott deutet und Hoffnung mitten in den Erfahrungen von Chaos, Unsicherheit und Krisen eröffnet. Hunze plädiert für eine religiöse Bildung für Nachhaltige Entwicklung, die nicht bei Umweltfragen stehen bleibt, sondern die spezifischen Beiträge der Theologie einbringt. Dazu gehören eine schöpfungstheologische Fundierung, die Reflexion von Freiheit und Verantwortung, eine ideologiekritische Perspektive auf gesellschaftliche Entwicklungen sowie die Förderung einer christlichen Spiritualität als Lebensform. Darüber hinaus betont der Autor die Bedeutung von Lernprozessen, die neben Wissen auch Haltungen, Emotionen, Beziehungen und konkrete Handlungsmöglichkeiten in den Blick nehmen.

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Für den Religionsunterricht bietet der Artikel zahlreiche Anknüpfungspunkte. Er eignet sich besonders für die Sekundarstufe II sowie für leistungsstarke Lerngruppen der Sekundarstufe I in Unterrichtsreihen zu Schöpfung, Nachhaltigkeit, Umweltethik, Verantwortung, Freiheit oder Zukunftsgestaltung. Die Lernenden können zunächst die verschiedenen Verständnisse von Schöpfung analysieren und diskutieren, inwiefern sich der Begriff von Natur oder Umwelt unterscheidet. Eine arbeitsteilige Gruppenarbeit ermöglicht die Erschließung der vier theologischen Beiträge zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Anschließend können die Ergebnisse in einer Podiumsdiskussion oder einer Zukunftswerkstatt vertieft werden. Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit aktuellen Debatten über Klimawandel, Konsum, globale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Transformation. Der Artikel eröffnet zudem Möglichkeiten für philosophische und theologische Reflexionen über Freiheit, Schuld, Hoffnung und Verantwortung. Methodisch bieten sich Textarbeit mit Leitfragen, Concept Maps, Debattenformate, Rollenspiele, ethische Fallanalysen sowie projektorientierte Lernformen an. Eine besondere Stärke des Mediums liegt darin, dass es Nachhaltigkeit nicht moralisch verkürzt, sondern als komplexe Herausforderung darstellt, die interdisziplinäre Perspektiven und persönliche Haltungsbildung erfordert. Dadurch fördert der Beitrag Urteilskompetenz, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, religiöse Deutungen mit gesellschaftlichen Fragestellungen in Beziehung zu setzen.

Hessen

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Sekundarstufe II | E1 Religion und Mensch in einer pluralen Welt

E1.3 Aspekte christlicher Anthropologie.

Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.2 Schöpfung – ein biblischer Grundbegriff.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 1. Der Mensch als Geschöpf und „Schöpfer“.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 4. Zukunft und Aufgaben der Religionen.

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

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