Der Einstieg gelingt über einen stillen Impuls mit dem Thema Geld oder Wirtschaft denkbar. In einem weiteren Schritt wird ein Zeitungskommentar zu Luthers Perspektive von Wirtschaft verfasst. Es werden weitere Methoden angeboten, darunter auch ein Comic und ein Informations- oder Werbeplakat zu Luthers wirtschaftlichen Idealen. Auch der Reformator Johannes Calvin spricht sich gegen eine freie Marktwirtschaft, ohne Schutz für die Schwachen aus. Seine Thesen zu Zinsen werden als Bannersprüche für einen Protestmarsch aufbereitet. In einem weiteren Schritt wird das Bild des Goldwägers mit seinen Symbolen interpretiert. Die Wirtschaft des Mittelalters wird dargestellt und mit biblischen Erzählungen verbunden. Das Weltbild des Mittelalters basierte auf der Bibel, dies galt auch für die Wirtschaftsordnung. Eine Beschreibung erleichtert die Interpretation und dient als Lehrerinformation.
In einem weiteren Schritt werden die Folgen der globalisierten Wirtschaft durch die Aussagen von Ezechiel kritisiert. Auch im Alten Testament werden die Auswüchse einer freien Wirtschaft dargestellt. Ezechiel beschrieb den Fall einer großen Macht. Hierzu entstehen in Kleingruppenplakate. Auch zu den Gefahren des freien Welthandels entstehen Plakate. Dann werden im Rahmen eines Gallerywalks Kommentare verteilt. Die Gruppen werden neu gemischt und die Plakate werden ausgewertet. Im Anschluss wird die Relevanz der Aussagen des Ezechiels für heute diskutiert. In einem weiteren Schritt werden die Abschlussdokumente einer christlichen Generalversammlung zur globalen Wirtschaft erarbeitet. Dabei der die Aussagen Ezechiels und Luthers aktualisiert. Unter biblischer Bezugnahme lehnt die Versammlung die bestehende Wirtschaftsordnung, da sie auf Ausbeutung basiert. Sie widerspricht eklatant allen zentralen Aussagen des Christentums.
Die Aussagen werden von negativ formulierten ablehnenden Aussagen in Positiv formulierte Aussagen umgeformt. Wir lehnen Ausbeutung ab – Wir fördern das Teilen von Gewinnen mit Bedürftigen. Daraus entstehen weitere Slogans für Protestplakate und Buttons. In einem weiteren Schritt wird ein Liedtext erarbeitet, in dem die Grundgedanken der Theologie der Befreiung ausgedrückt werden. Diese Theologie entstammt den Gemeinden der ausgebeuteten Indios in Südamerika. In Kleingruppen werden PowerPoint Präsentationen zur Theologie der Befreiung erstellt. Das Material dazu wird im Web recherchiert. Der nächste Schritt stellt das Konzept des nachhaltigen Wirtschaftens vor, welches das Konzept des ausbeutenden Freihandels ersetzen sollte. Der gemeinwohlorientierte Ansatz von Christian Felber wird aus einem Interview erarbeitet und als Tafelbild entworfen. Es schließt sich eine Diskussion über die Umsetzbarkeit einer Gemeinwohlorientierung an.
Ein weiterer Schritt kritisiert das anthropozentrische Denken, welches den Menschen zum Gegner des Planeten und seiner selbst macht. Der Begriff der transformativen Spiritualität wird eingeführt. Das Gefühl des Sinns aus dem Glauben gibt Energie zum Verbessern der Welt. Verbessern wird dabei nicht als optimieren im Sinne der Ökonomie verstanden, sondern als verbreiten der Werte der Mitmenschlichkeit des Christentums. Anschließend wird die Beteiligung der Kirchen in diesem Prozess diskutiert. Auch die Enzyklika des Papstes Evangelii Gaudium greift diese Denkrichtung auf. Dazu wird ein Zeitungsartikel verfasst. Es entstehen Interviewfragen für den Papst und eine Gebrauchsanleitung für die Enzyklika. Reform- und Veränderungsvorschläge zur Umsetzung dieser Werte durch die Kirche werden erarbeitet.
Der nächste Schritt ist ambitioniert und kann auch übersprungen werden. Dabei soll eine Nachrichtensendung zu den erarbeiteten Thematiken entstehen, die einem Lokalsender angeboten werden soll. In einem abschließenden Schritt wird eine Podiumsdiskussion vorbereitet. Inwieweit Änderung unseres Konsumverhaltens zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen? Dazu wird Information zu fair trade und den Weltläden im Web recherchiert.