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Universität Münster

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Glück als Lebensziel

Veröffentlichung:1.1.2004

Die Anregung "Glück als Lebensziel" mit 117 Seiten enthält Quellentexte von Augustinus, Plotin, Epikureismus, Stoa, Aristoteles, Platon. Auch Zusammenfassungen werden angeboten. Deren Formulierungen können schnell in Fragen umgewandelt werden für die Textarbeit. Auch Schaubilder zu zentralen Aussagen sind im Material enthalten. Dabei wird die Erkenntnistheorie und der Auf und Abstieg der Seelen behandelt.

Platon (S.18), Aristoteles (S. 43), Stoa (S. 79), Epikur (S. 99), Plotin (S. 111)

Das Medium bietet eine umfassende Einführung in die antiken Vorstellungen vom Glück als höchstem Ziel menschlichen Lebens. Ausgehend von den philosophischen Positionen Platons und Aristoteles' werden zentrale Konzepte der griechischen Philosophie bis hin zum Neuplatonismus Plotins dargestellt. Die Präsentation arbeitet mit Originaltexten, Schaubildern, philosophischen Zitaten, historischen Abbildungen und zusammenfassenden Übersichten. Dabei wird deutlich, dass die antiken Denker Glück nicht primär als subjektives Gefühl verstanden, sondern als gelingende Lebensführung, die auf Tugend, Vernunft, Gerechtigkeit und der Entfaltung menschlicher Fähigkeiten beruht. Darüber hinaus werden Unterschiede zwischen antiken und modernen Glücksvorstellungen herausgearbeitet sowie Einflüsse auf das frühe Christentum und insbesondere Augustinus aufgezeigt.

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Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders für die Behandlung anthropologischer und ethischer Grundfragen wie „Was macht ein gelungenes Leben aus?“, „Was bedeutet Glück?“ oder „Wie sollen Menschen handeln?“. Die zahlreichen Textquellen ermöglichen einen kompetenzorientierten Umgang mit philosophischen Originaltexten und fördern die Fähigkeit der Lernenden, Argumentationen zu analysieren und kritisch zu bewerten. Ein motivierender Einstieg kann über aktuelle Glücksvorstellungen der Lernenden oder über die Bildimpulse des Schlaraffenlandes von Pieter Brueghel erfolgen. Anschließend können Gruppen unterschiedliche Glückskonzepte Platons, Aristoteles', der Stoa oder des Epikureismus erarbeiten und miteinander vergleichen. Besonders ergiebig sind Diskussionen über die Frage, ob Glück von äußeren Lebensumständen oder von inneren Haltungen abhängt. Im Religionsunterricht lassen sich zudem Brücken zu biblischen Vorstellungen von erfülltem Leben, zur Bergpredigt, zur christlichen Tugendethik sowie zu Augustinus schlagen. Die übersichtlichen Schaubilder können zur Sicherung von Ergebnissen genutzt werden, während die Originaltexte eine vertiefende Arbeit in der Oberstufe ermöglichen. Das Medium eignet sich sowohl für Einzelarbeit als auch für arbeitsteilige Gruppenprozesse, philosophische Gespräche, Debatten, Lernzirkel oder projektorientierte Unterrichtsformen. Durch die Gegenüberstellung antiker und moderner Glücksvorstellungen eröffnet es vielfältige Möglichkeiten zur Lebensweltorientierung und zur Förderung ethischer Urteilsbildung.

1. Philosophische Originaltexte von Platon, Aristoteles und anderen antiken Denkern

Im Medium finden sich zahlreiche Auszüge aus philosophischen Originalquellen, beispielsweise aus Platons Symposion, Theaitetos, Politeia und Gorgias sowie aus Aristoteles' Nikomachischer Ethik.

Im Unterricht können Lernende:

zentrale Aussagen zum Glück markieren und erschließen

philosophische Argumentationen analysieren

Begriffe wie Glück, Gerechtigkeit, Tugend und Vernunft definieren

Textaussagen in eigenen Worten zusammenfassen

Unterschiede zwischen antiken und heutigen Glücksvorstellungen herausarbeiten

philosophische Streitgespräche nachstellen

Positionen in Gruppen präsentieren und verteidigen


2. Zusammenfassungen der einzelnen Philosophen

Nach den Textanalysen bietet das Medium übersichtliche Zusammenfassungen der Glückslehren Platons, Aristoteles', der Stoa und weiterer Denkschulen.

Im Unterricht können Lernende:

Expertengruppen zu verschiedenen Philosophen bilden

Vergleichstabellen erstellen

Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten

Philosophinnen und Philosophen in einer Podiumsdiskussion vertreten

eine Rangfolge der Glückskonzepte begründen


3. Schaubilder und philosophische Modelle

Das Medium enthält zahlreiche grafische Darstellungen, beispielsweise:

das Liniengleichnis Platons

das Modell der Seelenteile

das Verhältnis von Seele und Gesellschaft

die Einteilung der Erkenntnisbereiche bei Aristoteles

Übersichten zu Epochen der Philosophie.

Im Unterricht können Lernende:

Schaubilder beschreiben und deuten

Modelle auf heutige Lebenssituationen übertragen

eigene Visualisierungen erstellen

philosophische Konzepte als Mindmaps darstellen

Diagramme kritisch hinterfragen


4. Kunstwerke und Bildmaterial

Mehrere Abbildungen dienen als Bildimpulse, darunter:

Pieter Brueghels „Schlaraffenland“

Raffaels „Schule von Athen“

Darstellungen von Platon und Aristoteles

das Jüngste Gericht von Rogier van der Weyden.

Im Unterricht können Lernende:

Bildbeschreibungen verfassen

Glücksvorstellungen in Bildern identifizieren

Symbole und Botschaften interpretieren

Standbilder entwickeln

kreative Schreibaufgaben bearbeiten

Bezüge zwischen Kunst, Philosophie und Religion herstellen


5. Historische Übersichten und Zeitleisten

Die Präsentation enthält Übersichten zur Entwicklung der antiken Philosophie und ihrer Epochen.

Im Unterricht können Lernende:

Philosophen zeitlich einordnen

historische Entwicklungen nachvollziehen

Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und Glücksvorstellungen erkennen

Zeitleisten ergänzen und gestalten


6. Vergleich Antike und Moderne

Mehrere Folien stellen antike Glückskonzepte modernen Vorstellungen gegenüber und diskutieren die Position Immanuel Kants.

Im Unterricht können Lernende:

eigene Glücksvorstellungen reflektieren

Umfragen zum Thema Glück durchführen

soziale Medien und Werbung analysieren

philosophische Positionen auf aktuelle Fragen anwenden

Stellungnahmen verfassen


7. Religiöse und anthropologische Bezüge

Insbesondere bei Platon und Augustinus werden Fragen nach Gott, Seele, Transzendenz, Gerechtigkeit und Erlösung thematisiert.

Im Religionsunterricht können Lernende:

antike und christliche Vorstellungen vom Glück vergleichen

biblische Glücksaussagen untersuchen

die Bergpredigt mit antiken Tugendvorstellungen vergleichen

über die Frage diskutieren, ob Glück ohne Gott möglich ist

eigene Antworten auf die Frage nach dem gelungenen Leben entwickeln

Hessen

Hessen

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.1 Moralisch argumentieren – Modelle der Ethik.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 1. Grundzüge christlicher Moral im Kontext philosophischer Ethik.

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