Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II, da es zentrale Themen wie Menschenwürde, Verantwortung, Friedensethik, Empathie, Gewaltfreiheit und Zivilcourage behandelt. Methodisch bietet sich zunächst eine gemeinsame Erarbeitung der Hintergrundinformationen an, um ein grundlegendes Verständnis von Konflikten und ihrer konstruktiven Bearbeitung zu entwickeln. Der Konflikt Eisberg kann als visualisierender Zugang genutzt werden, um die Lernenden für die oftmals verborgenen Gefühle, Bedürfnisse und Interessen hinter einem Konflikt zu sensibilisieren. Anschließend können die Fallbeispiele in Partner oder Gruppenarbeit analysiert werden. Besonders gewinnbringend sind die Rollenspiele, da sie kommunikative Kompetenzen fördern und die Lernenden dazu anregen, Perspektiven zu übernehmen sowie Ich Botschaften praktisch anzuwenden. Im Religionsunterricht lassen sich zudem Verbindungen zu biblischen Friedensvorstellungen, zur Goldenen Regel, zur Feindesliebe Jesu oder zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikten herstellen. Die Materialien fördern sowohl personale als auch soziale Kompetenzen und regen zur Reflexion eigener Konflikterfahrungen an. Die Aufgaben zur Zivilcourage ermöglichen darüber hinaus die Diskussion ethischer Fragestellungen und stärken die Bereitschaft, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Das Material eignet sich sowohl für einzelne Unterrichtsstunden als auch für Unterrichtsreihen zu den Themen Gemeinschaft, Gewaltprävention, Friedensethik, Demokratiebildung oder soziale Verantwortung.
Der Einstieg gelingt über ein Interessenmodell zum Auffinden von Kompromissen. Zwei Personen haben eine Position und in der Mitte befindet sich eine Schnittmenge, welche den Konflikt vermeiden kann.
In einem zweiten Schritt wird das Eisbergmodell zwischen Position und Interesse untersucht. Dabei wird erkannt, dass Konflikte meistens wesentlich tiefere Ursprünge haben als der Teil, der an der Oberfläche sichtbar ist. Die Wurzeln eines Konfliktes ausfindig zu machen und zu bearbeiten, ist ein wesentlicher Teil bei dessen dauerhafter Lösung. Ein Beispiel Konflikt wird dazu bearbeitet.
Im nächsten Schritt werden vier Situationen mit einem Konfliktgespräch thematisiert. Dabei werden die im Hintergrund liegenden Konfliktwurzeln aufgefunden. Ich Botschaften und Konfliktlösungen werden festgestellt. Auch die mitgelieferten Lösungsansätze werden erarbeitet und bewertet.
In einem dritten Schritt wird in kleinen Gruppen an Möglichkeiten zur Umsetzung von Zivilcourage im Alltag gearbeitet. Sechs Beispiele in einem Material bieten die Möglichkeit, eigene Unterstützungsideen zu entwickeln.