Für den Religionsunterricht bietet die Lernwerkstatt vielfältige Anknüpfungspunkte, insbesondere in den Bereichen Kirchengeschichte, Klosterleben, religiöse Lebensformen, christliche Wertevermittlung und das Verhältnis von Religion und Gesellschaft. Die Materialien ermöglichen Lernenden ein Verständnis dafür, wie stark das Christentum das Denken, Leben und Handeln der Menschen im Mittelalter geprägt hat. Dabei wird deutlich, dass Religion nicht nur den persönlichen Glauben betraf, sondern nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche beeinflusste. Die Lernenden erkennen die zentrale Rolle von Kirche, Klöstern, Gottesdiensten, Wallfahrten und religiösen Traditionen im Alltag der Menschen.
Methodisch eignet sich das Material besonders für Stationenlernen, Lernwerkstattarbeit und selbstständiges Lernen. Die einzelnen Kapitel können als Lernstationen eingesetzt werden, die von den Lernenden eigenverantwortlich bearbeitet werden. Dadurch werden selbstständiges Arbeiten, Recherchekompetenz und individuelles Lernen gefördert. Die Vielzahl unterschiedlicher Sozialformen ermöglicht zudem einen abwechslungsreichen Unterricht mit Einzelarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit. Bereits in der Einleitung werden zahlreiche kreative Erweiterungsmöglichkeiten vorgeschlagen, beispielsweise Modelle von Burgen, mittelalterliche Musik, handwerkliche Arbeiten oder Experimente zu den Lebensbedingungen der damaligen Zeit.
Für den Religionsunterricht sind insbesondere die Kapitel zur Kirche und zum Klosterleben bedeutsam. Die Lernenden können die Bedeutung von Gebet, Gottesdienst, Ordensleben und christlicher Bildung kennenlernen. Das Prinzip „Ora et labora“ eröffnet einen Zugang zur Frage, wie Spiritualität und Alltag miteinander verbunden werden können. Ebenso können die Lebensformen von Mönchen und Nonnen mit heutigen religiösen Lebensentwürfen verglichen werden. Die Beschäftigung mit Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen oder Franz von Assisi ermöglicht darüber hinaus die Begegnung mit bedeutenden Gestalten christlicher Spiritualität und Kirchengeschichte.
Besonders gewinnbringend sind vergleichende Arbeitsformen zwischen Mittelalter und Gegenwart. Die Lernenden können untersuchen, wie sich Vorstellungen von Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe, Menschenrechten, Religionsfreiheit und sozialer Ordnung verändert haben. Dadurch werden historische Urteilskompetenz, Perspektivwechsel und kritisches Denken gefördert. Die Lernwerkstatt eignet sich sowohl für projektorientierten Unterricht als auch für einzelne Unterrichtssequenzen im Rahmen von Kirchengeschichte, Mittelalter oder der Entwicklung des Christentums in Europa.
In einem ersten Schritt wird das Mittelalter als Epoche in der Menschheitsgeschichte verortet. Kannst du wird einen Text ausgewertet und vier Fragen werden beantwortet. Die drei Klassen der Gesellschaft werden thematisiert. Auch die Bevölkerungsstruktur wird untersucht. Dabei entwickelt sich die Gesellschaft von einer Bauerngesellschaft zu einer Gesellschaft der Stadtbewohner.
In einem weiteren Schritt wird die Folge von höheren Ernteerträgen für die Gesellschaft und der Aufbau von Städten untersucht. Der nächste Schritt thematisiert die Aufgaben des Adels im Mittelalter. Der nächste Schritt untersucht im Vergleich das Leben eines Bauers und eines Handwerkers in der mittelalterlichen Gesellschaft, die
Ein weiterer Schritt ordnet die Aufgaben von verschiedenen Personen im Mittelalter zu. Sprechblasen werden den entsprechenden Bildern zugeordnet. Der nachfolgende Schritt thematisiert das Lehnswesen. Über Textarbeit und ein Kreuzworträtsel. Die Lehnspyramide wird einer in einem weiteren Material untersucht.
Nachfolgend steht die Kirche im Mittelpunkt. Fluss und ihre Aufgaben in der mittelalterlichen Gesellschaft werden über Textarbeit untersucht. Ein weiteres Material beschreibt die Aufgaben des Klosters im Mittelalter. Der Satz ora et labora und die Unterbringung von adeligen Kindern wird dargestellt.
Das nächste Material beschäftigt sich mit der Aufgabe der Klöster als Ort der Bildung. Ein weiteres Material untersucht den Begriff der Missionierung und bietet einen Lückentext dazu an.
Der nächste Block des Materials beschäftigt sich mit dem Leben auf dem Land. Dazu wird die Dreifelderwirtschaft thematisiert. Was entsteht eine Zeichnung eines mittelalterlichen Bauernhofs als Auswertung von Textmaterialien.
Die mittelalterliche Stadt ist das nächste Thema. Auch hier werden Textarbeiten verwendet. Die eigene Stadt kann auf Überbleibsel mittelalterlicher Strukturen untersucht werden. Diese zeigen sich z.B Straßen- oder Platznamen. In einem weiteren Schritt werden die politische Struktur der Stadt und die hygienischen Verhältnisse untersucht.
Das nächste Material untersucht den Handel und dessen Entwicklung.
Das nachfolgende Material behandelt Kultur und Kleidung im Mittelalter. Ausbildung und Erziehung werden über weitere Textmaterialien behandelt. Im nächsten Schritt wird das Rittertum und die Burg auch anhand einer Abbildung und von Texten untersucht.
Anschließend wird die Pest als radikaler Umsturz im Mittelalter behandelt. Auch die sozialen Folgen werden untersucht. Abschließend thematisiert ein Material das Ende des Mittelalters. Dabei ändert sich die soziale Struktur.