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Klimawandel: Warum ein schlechtes Gewissen nichts bringt Folge 1

Veröffentlichung:1.2.2023

Wie oft fliegen wir in den Urlaub? Wie viel Fleisch und Wurst essen wir? Wie viele Lebensmittel schmeißen wir weg? Mit unserer Art zu leben, können wir unsere Klimaziele nicht erreichen! Jennifer Sieglar zeigt in dieser Folge, warum wir uns nicht schuldig fühlen müssen und trotzdem was bewegen können.

Der Podcast „Klimawandel: Warum ein schlechtes Gewissen nichts bringt“ aus dem Funkkolleg Klima des Hessischen Rundfunks beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren und welche Rolle individuelle Schuldgefühle dabei spielen. Die Folge zeigt, dass moralische Appelle und ein schlechtes Gewissen allein häufig nicht zu nachhaltigen Verhaltensänderungen führen. Stattdessen werden psychologische, gesellschaftliche und politische Faktoren beleuchtet, die klimafreundliches Handeln fördern oder erschweren. Der Podcast verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse aus Klimaforschung, Psychologie und Sozialwissenschaften und regt dazu an, über Verantwortung, Handlungsmöglichkeiten und gesellschaftlichen Wandel nachzudenken. Das Medium eröffnet damit einen differenzierten Zugang zu einer der zentralen Zukunftsfragen unserer Zeit.

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Für den Religionsunterricht bietet der Podcast vielfältige Anknüpfungspunkte zu den Themen Schöpfungsverantwortung, Ethik, Gewissen, Verantwortung, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit. Die Frage, ob moralische Schuldgefühle Menschen zu verantwortlichem Handeln motivieren oder eher lähmen, eröffnet einen direkten Zugang zu grundlegenden religiösen und ethischen Fragestellungen. Lernende können sich mit ihrem eigenen Umweltverhalten auseinandersetzen und reflektieren, welche Rolle Gewissen, persönliche Verantwortung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei ihren Entscheidungen spielen.

Methodisch eignet sich der Podcast besonders für einen problemorientierten Unterrichtseinstieg. Bereits vor dem Hören können die Lernenden Stellung zu der Aussage beziehen: „Menschen ändern ihr Verhalten nur, wenn sie ein schlechtes Gewissen haben.“ Die unterschiedlichen Positionen können gesammelt und nach dem Hören erneut aufgegriffen werden. Dadurch werden Lernfortschritte sichtbar und Perspektivwechsel angeregt.

Während des Hörens können Arbeitsaufträge eingesetzt werden, die auf das Herausarbeiten zentraler Argumente zielen. Die Lernenden notieren beispielsweise Faktoren, die klimafreundliches Verhalten fördern, sowie Hindernisse, die Veränderungen erschweren. Anschließend können die Ergebnisse in Gruppen diskutiert und bewertet werden. Dabei bietet sich eine Verbindung zu religiösen Konzepten wie Schuld, Umkehr, Verantwortung und Hoffnung an. Die Lernenden können untersuchen, ob religiöse Traditionen eher mit Schuldgefühlen arbeiten oder ob sie Menschen zur aktiven Gestaltung einer besseren Zukunft ermutigen.

Besonders gewinnbringend ist eine Vertiefung durch ethische Fallbeispiele. So können die Lernenden konkrete Alltagssituationen analysieren und beurteilen, etwa Fragen zu Mobilität, Konsum oder Ernährung. Dabei wird deutlich, dass individuelles Handeln wichtig ist, zugleich aber politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle spielen. Dies eröffnet Diskussionen über globale Gerechtigkeit, Generationengerechtigkeit und die Verantwortung von Staaten, Unternehmen und einzelnen Menschen.

Der Podcast eignet sich zudem hervorragend für projektorientierte Lernformen. Lernende können eigene Handlungsideen entwickeln, lokale Nachhaltigkeitsprojekte untersuchen oder Interviews zu Klimaverantwortung durchführen. Auf diese Weise wird die Verbindung zwischen ethischer Reflexion und praktischem Handeln gestärkt. Das Medium fördert damit nicht nur Sachkompetenz, sondern auch Urteilsfähigkeit, Perspektivübernahme, Dialogfähigkeit und die Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln in einer komplexen Welt.

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