Anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Zisterzienserabtei Marienstatt wurde vom Dezernat Schule und Bildung der Diözese Limburg eine Ausstellung für Schulen konzipiert, die Jugendlichen das klösterliche Leben nahebringt. Das konzeptionelle Anliegen: Die Lebensfragen und Lebenswelt von Mönchen und Nonnen anfänglich erlebbar zu machen. Dabei greift die Ausstellung drei wesentliche Aspekte auf: den Lebensort (Andersort), den gestalteten Tagesablauf (Anderszeit) und die Lebensweise (Andersleben).
In diesem Podcast sind Interviews mit Mönchen zu hören, die um die Begriffe „zuhause sein“, „zusammen leben“, „lieben“, „gehorchen“, „glauben und arbeiten“ kreisen. Es handelt sich um existenziell bedeutsame Tätigkeitswörter, welche dazu einladen, die Lebenserfahrungen von Mönchen und Nonnen zu reflektieren.
Das Medium vermittelt zentrale Aspekte der benediktinischen Lebensweise und beleuchtet die Bedeutung von Arbeit im klösterlichen Alltag. Ausgehend von der Regel des heiligen Benedikt wird erklärt, dass ein Kloster wirtschaftlich eigenständig sein soll und deshalb alle Mitglieder durch ihre Arbeit zum Erhalt der Gemeinschaft beitragen. Arbeit wird dabei nicht nur als notwendige Aufgabe verstanden, sondern auch als Möglichkeit, persönliche Talente und von Gott geschenkte Fähigkeiten einzusetzen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Begabungen nicht dem eigenen Ansehen dienen sollen, sondern als Dienst für die Gemeinschaft und zur Ehre Gottes verstanden werden. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Zusammenspiel von Arbeit und Gebet. Beide Bereiche stehen in einer wechselseitigen Beziehung, da Erfahrungen aus der Arbeit ins Gebet einfließen und das Gebet wiederum die Arbeit prägt. Darüber hinaus zeigt das Medium, wie individuelle Neigungen und Fähigkeiten bei der Aufgabenverteilung berücksichtigt werden und wie auch ungeliebte Tätigkeiten zur persönlichen Entwicklung beitragen können. Abschließend wird die benediktinische Vorstellung von Ordnung als ausgewogener Lebensrhythmus zwischen Arbeit, Gebet, Ruhe und Erholung dargestellt.