Für den Religionsunterricht eignet sich das Video besonders zur Behandlung der Themen Heilige, Nächstenliebe, Diakonie und christliche Verantwortung. Lernende können anhand der Biografie Elisabeths untersuchen, wie religiöse Überzeugungen konkretes Handeln beeinflussen können. Das Video eröffnet vielfältige Gesprächsanlässe über soziale Ungleichheit, Armut, Hilfsbereitschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit Besitz. Methodisch bietet sich zunächst die Erarbeitung zentraler Lebensstationen an, bevor die Beweggründe für Elisabeths Handeln näher analysiert werden. Besonders ergiebig ist die Frage, warum sie trotz ihres Wohlstandes ein Leben im Dienst anderer wählte. In Gruppenarbeiten können Lernende verschiedene Aspekte ihres Wirkens untersuchen, etwa ihren Einsatz für Kranke, ihre Unterstützung Bedürftiger oder ihre Entscheidung für ein einfaches Leben. Das Rosenwunder bietet zudem die Möglichkeit, über die Bedeutung von Legenden in der christlichen Tradition nachzudenken und zwischen historischer Überlieferung und religiöser Symbolik zu unterscheiden. Kreative Zugänge können durch Rollenspiele, Interviews mit Elisabeth von Thüringen oder das Verfassen eines Tagebucheintrags aus ihrer Perspektive gestaltet werden. Ebenso können Lernende aktuelle Formen sozialen Engagements recherchieren und mit Elisabeths Handeln vergleichen. In höheren Jahrgangsstufen eignet sich das Medium darüber hinaus für die Auseinandersetzung mit Fragen sozialer Gerechtigkeit, christlicher Ethik und der Verantwortung wohlhabender Menschen gegenüber Benachteiligten. Durch die Verbindung von Biografie, Ethik und Glaubenspraxis eröffnet das Video zahlreiche Möglichkeiten für einen lebensnahen und werteorientierten Religionsunterricht.