Didaktisch eröffnet das Medium einen besonders geeigneten Zugang zu philosophischen, theologischen und existenziellen Grundfragen. Es knüpft unmittelbar an die Lebenswelt der Lernenden an und macht deutlich, dass Religion und Philosophie aus dem Staunen, Suchen und Fragen des Menschen entstehen. Im Religionsunterricht kann das Material als Einstieg in Themen wie Gottesfrage, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Schöpfung, Identität oder Zukunftshoffnung genutzt werden. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine Gesprächsphase über die Bedeutung von Fragen im menschlichen Leben. Anschließend können die im Medium genannten Lebensfragen gesammelt, geordnet und diskutiert werden. Besonders gewinnbringend ist die Aufforderung, die eigene größte Frage in einem Bild auszudrücken. Dadurch werden auch Lernende angesprochen, denen es schwerfällt, existenzielle Gedanken unmittelbar in Worte zu fassen. Die Bilder können anschließend vorgestellt und gemeinsam interpretiert werden. Dabei entsteht ein geschützter Raum für persönliche Erfahrungen, Zweifel, Hoffnungen und Überzeugungen. Die Lehrkraft sollte bewusst darauf verzichten, vorschnelle Antworten vorzugeben, sondern die Offenheit der Fragen als wichtigen Bestandteil religiösen Lernens wertschätzen. Das Medium fördert die Fähigkeit zum Staunen, zur Reflexion und zum philosophischen sowie theologischen Denken. Gleichzeitig unterstützt es die Entwicklung religiöser Sprachfähigkeit, indem Lernende lernen, eigene Fragen wahrzunehmen, auszudrücken und mit den Deutungsangeboten von Religion und Glauben in Beziehung zu setzen.