Der Einstieg gelingt durch das Notieren negativer Assoziationen zur eigenen Berufswahl. Im Material ist eine Seite mit Adjektiven dazu enthalten. In einem weiteren Schritt werden Impulsfragen vorgelesen. Dazu werden aus dem Material Bilder markiert, die zu den eigenen Assoziationen passen. Im nächsten Schritt wird die eigene Wahl in Partnerarbeit begründet und festgehalten. Dazu gehören z. B. Bilder einer Gruppe Haie und der Schriftzug eines Schiffbrüchigen am Strand. Orientierungslosigkeit zeigt z. B. ein Bild mit unendlichem Ozean ohne Land in Sicht.
Nun geschieht derselbe Prozess mit positiven Assoziationen. Die Ergebnissee zu positiven und negativen Assoziationen werden in einem weiteren Arbeitsmaterial in ein Art Steckbrief eingetragen. Die Bilder können ausgeschnitten und dazu geklebt werden. Abschließend wird in Kleingruppen überlegt, wie aus negativen positive Gefühle werden können.
Didaktisch eignet sich das Medium besonders für Unterrichtseinheiten zu Identität, Lebensgestaltung, Berufung, Zukunftsplanung, Hoffnung und Sinnsuche. Die Arbeit mit Bildern ermöglicht es den Lernenden, auch schwer formulierbare Gefühle und Gedanken auszudrücken. Bilder sprechen emotionale Ebenen an und eröffnen Zugänge, die durch rein sprachliche Methoden häufig nicht erreicht werden. Die Methode beginnt mit einer individuellen Reflexionsphase, in der die Lernenden belastende Gefühle und Unsicherheiten im Zusammenhang mit ihrer Zukunft wahrnehmen und passende Bilder sowie Begriffe auswählen. Diese erste Phase schafft Raum für die Auseinandersetzung mit Ängsten, Erwartungen und inneren Konflikten. In einer anschließenden Partnerarbeit erläutern die Lernenden ihre Auswahl und reflektieren die Bedeutung der gewählten Symbole. Danach erfolgt ein Perspektivwechsel hin zu positiven Zukunftsbildern. Die Lernenden wählen erneut Bilder und Begriffe aus, die Hoffnung, Zuversicht, Freude oder Motivation ausdrücken. Besonders wertvoll ist die abschließende Reflexionsaufgabe, bei der gemeinsam überlegt wird, welche Schritte notwendig sind, um von belastenden Vorstellungen zu positiven Zukunftsperspektiven zu gelangen. Im Religionsunterricht lassen sich diese Überlegungen mit biblischen Motiven von Aufbruch, Vertrauen, Hoffnung, Berufung und Lebensweg verbinden. Die Methode fördert Selbstreflexion, emotionale Ausdrucksfähigkeit, Gesprächskompetenz und die Entwicklung realistischer Zukunftsperspektiven. Gleichzeitig stärkt sie die Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu benennen und konstruktiv zu bearbeiten. Durch die wertschätzende Gesprächskultur erfahren die Lernenden, dass Unsicherheiten und Hoffnungen Teil jedes Lebensweges sind und dass persönliche Entwicklung immer auch mit neuen Möglichkeiten verbunden ist.