In einem ersten Schritt wird in Einzelarbeit ein Material durchgearbeitet, in dem das Material erklärt wird. Dann wird die dort enthaltene Spinne ausgefüllt. Die Ergebnisse werden verglichen und in Kleingruppen vorgestellt und besprochen / verglichen. In einem dritten Schritt wird eine Priorisierung der Begriffe der Spinne durchgeführt. Die eigenen Lebensziele werden daraus entwickelt. Die Anleitung formuliert diesen Prozess aus. Dabei wird versucht zu erschließen, welches Umfeld, welche Berufe, welche Hilfen notwendig wären, um die bereits formulierten Ziele zu erreichen. Die Ergebnisse werden in einem vierten Schritt erneut in der Kleingruppe besprochen und auf Stimmigkeit geprüft sowie mit Feedback bedacht. Die daraus hervorgehenden Erkenntnisse werden in einem Material notiert.
Didaktisch bietet das Medium vielfältige Anknüpfungspunkte für den Religionsunterricht, insbesondere im Bereich Anthropologie, Sinnsuche, Identitätsentwicklung, Lebensgestaltung und ethische Orientierung. Die Methode eröffnet einen geschützten Reflexionsraum, in dem Lernende grundlegende Fragen nach dem gelingenden Leben bearbeiten können: Was ist mir wirklich wichtig? Welche Werte prägen mein Handeln? Welche Ziele möchte ich verfolgen? Durch die grafische Darstellung im Lebensrad werden persönliche Prioritäten sichtbar gemacht und miteinander verglichen. Methodisch erfolgt die Arbeit in einem Wechsel von Einzelreflexion, Kleingruppengesprächen und gemeinsamer Auswertung. Zunächst entwickeln die Lernenden individuelle Vorstellungen zu den einzelnen Lebensbereichen und bewerten deren Bedeutung. In einer anschließenden Austauschrunde erhalten sie neue Impulse durch die Perspektiven anderer Lernender und erweitern ihre eigenen Überlegungen. Besonders wertvoll ist die Phase der Priorisierung, in der zentrale Werte bewusst ausgewählt und geordnet werden müssen. Dadurch entstehen intensive Reflexionsprozesse über persönliche Lebensentwürfe und mögliche Zielkonflikte. Im Religionsunterricht kann die Methode hervorragend mit biblischen Vorstellungen vom gelingenden Leben, christlichen Wertvorstellungen, Fragen nach Berufung, Verantwortung und Sinn sowie mit theologischen Menschenbildern verbunden werden. Die abschließende Diskussion über passende Berufe und Lebensmodelle erweitert den Blick auf die praktische Umsetzung persönlicher Werte im Alltag. Gleichzeitig lernen die Lernenden, dass beruflicher Erfolg, Lebenszufriedenheit und persönliche Überzeugungen in einem engen Zusammenhang stehen. Das Material fördert Selbstreflexion, Dialogfähigkeit, Urteilsbildung und die Entwicklung einer bewussten Werteorientierung.