Das Kurzvideo „Steuern an den Kaiser zahlen“ greift eine bekannte Auseinandersetzung Jesu mit seinen Gegnern auf. Einige Menschen versuchen, Jesus mit einer schwierigen Frage in eine Falle zu locken. Sie möchten wissen, ob es richtig sei, dem römischen Kaiser Steuern zu zahlen. Diese Frage war zur Zeit Jesu politisch und religiös äußerst brisant, da viele Menschen unter der römischen Herrschaft litten und die Steuerzahlungen als ungerecht empfanden. Jesus erkennt die Absicht seiner Fragesteller und durchschaut ihren Versuch, ihn in Schwierigkeiten zu bringen. Mithilfe einer Münze lenkt er die Aufmerksamkeit auf das Bild des Kaisers und antwortet mit den berühmten Worten: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört.“ Damit vermeidet Jesus die Falle und eröffnet zugleich eine tiefere Perspektive auf die Verantwortung des Menschen gegenüber staatlichen Autoritäten und gegenüber Gott.
Lukas 20,20-26
20 Und sie stellten ihm nach und sandten Laurer aus, die sich stellen sollten, als wären sie fromm, auf daß sie ihn in der Rede fingen, damit sie ihn überantworten könnten der Obrigkeit und Gewalt des Landpflegers. (Lukas 11.54) 21 Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, daß du aufrichtig redest und lehrest und achtest keines Menschen Ansehen, sondern du lehrest den Weg Gottes recht. 22 Ist's recht, daß wir dem Kaiser den Schoß geben, oder nicht? 23 Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich? 24 Zeiget mir den Groschen! Wes Bild und Überschrift hat er? Sie antworteten und sprachen: Des Kaisers. 25 Er aber sprach: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! (Apostelgeschichte 5.29) (Römer 13.1) (Römer 13.7) 26 Und sie konnten sein Wort nicht tadeln vor dem Volk und verwunderten sich seiner Antwort und schwiegen still.
Luther 1912